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Köln: Wolfgang Niedecken kritisiert Infantino und teure WM

Niedecken nennt Fußball einen Schatz – und warnt, wer ihn gerade verzockt. Sein Urteil über die WM in Nordamerika fällt vernichtend aus. Kurz vor dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika meldet sich Wolfgang Niedecken mit deutlichen Worten zu Wort. Der Gründer und Frontmann der Kölner Kultband BAP und bekennende Fan des 1. FC Köln äußerte sich in einem Gespräch mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" und der "Kölnischen Rundschau" besorgt über die Entwicklung des Sports. "Ich liebe Fußball. Hier kommen Menschen zusammen und erleben etwas, was auch verbindend ist. Aber ich sehe die Gefahr, dass der Fußball überkommerzialisiert wird, wie es momentan in Amerika stattfindet. Es ist alles überteuert bis dort hinaus", sagte Niedecken. Niedecken: Zuschauer vor Ort verkommen zu Statisten Besonders kritisch sieht er die Rolle des Publikums in den Stadien. Die Zuschauer vor Ort verkomme zu Statisten, "da das eigentliche Geld mit dem Fernsehen gemacht wird". Diese Entwicklung treibt den Musiker so weit, dass er einen grundsätzlichen Schritt in Betracht zieht: "Ich weiß nicht, ob es irgendwann so weit ist, dass ich sage: Den ganzen Scheiß will ich nicht mehr mitmachen." Dennoch bleibt für Niedecken der Kern des Sports unbestritten wertvoll. Fußball sei ein Schatz – „Den darf man doch nicht aufs Spiel setzen mit diesen ganzen Infantinos", sagte er mit Blick auf FIFA-Chef Gianni Infantino.

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