US-Angriff auf Iran: Satellitenbilder zeigen Schäden in Isfahan
Die Atomenergiebehörde bestätigt Schäden bei einer Nuklearanlage. Satellitenbilder sollen dies nun zeigen. Das Unternehmen Maxar hat nach dem Angriff der USA auf den Iran neue Bilder der Atomanlage in Isfahan veröffentlicht. Auf den Satellitenbildern sind dunkle Flächen zu sehen, an denen die Anlage offenbar beschossen wurde. Die Anlage wurde nach Angaben der USA mit mehr als zwei Dutzend Marschflugkörper des Typs Tomahawk angegriffen, die von U-Booten abgefeuert wurden. Die bunkerbrechenden Bomben des Typs GBU-57 kamen laut den USA nur bei den Angriffen auf die Anlagen Fordo und Natans zum Einsatz. Die USA hatten sich in der Nacht zum Sonntag in den Krieg zwischen Israel und dem Iran eingeschaltet und die drei Atomanlagen Fordo, Natans und Isfahan mit B-2-Kampfjets und GBU-57-Bomben angegriffen, die auch unterirdische Ziele zerstören können. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth betonte, es gehe US-Präsident Donald Trump um "Frieden" und um ein Ende des iranischen Atomprogramms. Auch die UN-Atomaufsichtsbehörde IAEA bestätigte am Abend, dass Teile des iranischen Nuklearkomplexes Isfahan beschädigt wurden. "Wir haben festgestellt, dass Eingänge zu unterirdischen Tunneln auf dem Gelände getroffen wurden", teilt die IAEA mit. Anfang Juni hatte es geheißen, ein Großteil des am höchsten angereicherten Urans des Iran sei unterirdisch in Isfahan gelagert. Israel hatte am 13. Juni einen Großangriff auf den Iran gestartet und bombardiert seitdem insbesondere Atomanlagen und militärische Einrichtungen in dem Land. Es begründet sein Vorgehen mit dem fortgeschrittenen iranischen Atomprogramm. Der Iran attackiert Israel im Gegenzug mit Raketen und Drohnen. Atombehördenchef: Niemand kann Schäden in Fordo beurteilen Der Chef der IAEA, Rafael Grossi, beschrieb dem UN-Sicherheitsrat den ihm bekannten Zustand der drei attackierten Anlagen. An der gut befestigten unterirdische Uran-Anreicherungslage Fordo seien Krater zu sehen, sagte Grossi bei einer Dringlichkeitssitzung des Gremiums in New York . "Zu diesem Zeitpunkt ist niemand – auch nicht die IAEA – in der Lage, unterirdische Schäden an Fordo zu bewerten." In Isfahan seien anscheinend Tunneleingänge, die zur Lagerung von angereichertem Material benutzt worden seien, getroffen worden. In Natans sei eine Kraftstoffanreicherungsanlage getroffen worden. Der Iran habe die IAEA darüber informiert, dass es außerhalb der drei Anlagen keinerlei Strahlungsanstieg gegeben habe. Grossi rief den Iran dazu auf, Inspektoren seiner Agentur zu den Anlagen zu lassen. Er appellierte an alle Beteiligten, zur Diplomatie zurückzukehren. "Wir haben ein Zeitfenster für die Möglichkeit zur Rückkehr zu Dialog und Diplomatie. Wenn dieses Fenster schließt, werden Gewalt und Zerstörung undenkbare Höhen erreichen, und das globale Nichtverbreitungsregime, wie wir es kennen, könnte bröckeln und zusammenbrechen."