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Bühne | Kulturelle Aneignung: Eine Westfrau liest DDR-Literatur

Selbstironisch und mit einem Augenzwinkern betreibt Marion Pfaus in ihrem Bühnenprogramm kulturelle Aneignung der spezifisch deutschen Art: Begleitet von Bildern und Videoschnipseln streift sie durch das Minenfeld der DDR-Literatur

Kulturelle Aneignung DDR – das ist natürlich ironisch gemeint. Aber Ironie hat viele Facetten. Manchmal ist sie ein Verfahren, sich auf versteckte Weise lustig zu machen. Dann wieder dient sie als Abwehr dagegen, zu ernst genommen zu werden. Bei Marion Pfaus, die sich als Medienkünstlerin Rigoletti nennt, wird Ironie zur Methode einer Erkundung.

In ihrem Bühnenprogramm Kulturelle Aneignung DDR ist es das weite Feld der DDR-Literatur, durch das die Reise geht. Was es dabei mit der Ironie auf sich hat, veranschaulicht die aus Baden-Württemberg stammende 59-Jährige, wenn sie sich zu Beginn im Zentrum der Bühne vor dem Publikum verneigt: „Ich wollte mit einer großen Geste anfangen“. Im weiteren Verlauf kommentiert sie abseits des Scheinwerfer

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