Noir | Wunschloses Unglück: Jake Lamar fantastischer Harlem-Thriller „Viper’s Dream“
Zunächst sanft swingend – man hört beim Lesen geradezu lässig fremde Finger schnippen – schraubt sich der Plot dieses Noir-Krimis langsam zu einer harten, rasend-nervösen Jazz-Nummer hoch. Es ist, als sei der Text selbst auf Notenpapier geschrieben. So tänzelt man zweieinhalb Jahrzehnte durch Harlem: Erst ist man in der frühen Swing-, dann in der Bebop-Ära gefangen.
Und das ganz ohne Haftbefehl, dem auch der Held dieser Geschichte ein ums andere Mal entgehen wird. Ende der 30er-Jahre liegt überall der süße und betörende Duft von Marihuana in der Luft, in den Straßen, in den Schlafzimmern und den Clubs. „Jazz und Marihuana passen sehr gut zusammen, sie gehen Hand in Hand. Aber Heroin ist nicht wie Reefer“, he
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