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Terroranschläge in Paris 2015: Es geschah, wo wir getrunken, geredet und gefeiert hatten

In Paris war vor dem 13. November 2015 die Frage nicht, ob es zu Anschlägen kommen würde. Sondern nur, wann und wo, erinnert sich Romy Straßenburg. Dem Schock von Bataclan und Stade de France folgte Starre. Frankreich rang um seine Freiheit

In meinem Kopf bin ich diese eine Nacht des 13. November 2015 hundertmal durchgegangen. Ich versuche, mich an Details zu erinnern. Ich schaue mir Bilder aus jenen Stunden an, lese Interviews, höre Augenzeugenberichte. Ich spüre, wie am Ende alles zu einem tauben Gefühlsklumpen zusammenschmilzt. Hundertmal habe ich mich gefragt, was ich selbst im Kugelhagel getan hätte. Habe mir hundertmal vorgestellt, wie groß ein Haufen mit 130 übereinandergelegten Leichen sein muss und wie viele Helfer es braucht, um 350 Verletzte zu versorgen.

Paris verlassen?

Und hundertmal habe ich mit dem Gedanken gespielt, Paris zu verlassen. An diesem Freitagabend vor zehn Jahren schlug der islamistische Terror mitten im Herzen von Paris zu, wo ich schon einige Jahre lang lebte. Seit dem

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