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Bundesliga: Erlösung in der Nachspielzeit – Bayern verhindert Patzer

Das Spiel beginnt für die Münchner mit einem Schreck. Was folgt, sind wütende Reaktionen – und die Gäste lassen den Favoriten lange verzweifeln. Das war knapp für den deutschen Rekordmeister: Der FC Bayern hat am 12. Spieltag der Bundesliga einen Patzer noch in der Nachspielzeit verhindert und den FC St. Pauli mit 3:1 (1:1) besiegt, hatte dabei aber sehr viel Mühe. Denn für die drei Punkte mussten die Münchner lange kämpfen. Andréas Hountondji hatte die frech aufspielenden und beherzt kämpfenden Gäste am Samstagnachmittag früh in Führung gebracht (6.), Raphaël Guerreiro erzielte noch vor der Pause den Ausgleich für die wütend reagierenden Bayern (44.). In der Folge allerdings verpassten es die drückend überlegenen Münchner, ihre Dominanz auch in Tore umzusetzen – und scheiterten dazu gleich dreimal am Pfosten. Erst in der dritten Minute der Nachspielzeit erlöste Luis Díaz die Bayern. Der eingewechselte Nicolas Jackson traf dann zum Endstand (90.+6). So lief das Spiel Bayern-Coach Vincent Kompany hatte eingedenk der knappen Vorjahresergebnisse gegen die Hamburger (1:0/3:2) betont: "Wir wissen, dass das nicht einfach wird." Und er behielt recht. Zuerst vertändelten Joshua Kimmich und Konrad Laimer mit unsauberen Pässen den Ball. Dann ließ sich Min-Jae Kim, der den geschonten Abwehrchef Dayot Upamecano vertrat, überspielen. Und schließlich wurde Manuel Neuer in der kurzen Ecke überrascht. Nach dem 0:1 war der frühere Nationaltorwart dann aber lange beschäftigungslos. Die Verletzung von Hountondji, der sich nach einem Zweikampf an der Außenlinie an den hinteren Oberschenkel fasste, war für St. Pauli das endgültige Signal, sich einzuigeln. Lennart Karl hätte dies mit seinem feinen Schlenzer an den Pfosten beinahe bestraft. Allen anderen offensiven Münchnern aber schien Gier und Esprit zu fehlen. Zu oft gerieten die Pässe zu schlampig, zu selten tat sich Überraschendes. Für den nächsten Pfostentreffer durch Bischof benötigte es einen abgefälschten Zufallsschuss. Dann fand ein Chipball des aufgerückten Kim den bis dahin völlig abgemeldeten Linksaußen Díaz, der den Ball im Fallen per Hacke zurücklegte. Guerreiro hatte aus kurzer Distanz keine Mühe. Wie unzufrieden auch Kompany mit den Offensivbemühungen war, zeigte die Hereinnahme von Michael Olise (46.), den er anfangs ebenfalls geschont hatte. Laimer wurde ausgewechselt, Kimmich rückte wie im Nationalteam auf die Position des Rechtsverteidigers. Die Rochade zeigte nur bedingt Wirkung: Zwar war Olise schnell im Spiel, echte Torgefahr blieb aber aus. Und so brachte Kompany auch Serge Gnabry noch von der Bank, der Druck nahm etwas zu. Harry Kane traf den Pfosten (81.) – dann schlugen die Münchner in der Nachspielzeit zweimal eiskalt zu.

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