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Fenerbahçe gegen Galatasaray: Tumulte nach Sané-Treffer – Polizeieinsatz

Wenn Fenerbahçe auf Galatasaray trifft, herrscht in Istanbul Ausnahmezustand. Das Derby am Montag lieferte dafür Anschauungsmaterial – dank Leroy Sanés Treffer. Wie sehr es an diesem Abend beim Istanbul-Derby zwischen Fenerbahçe und Galatasaray knisterte, zeigte sich schon vor Spielbeginn. Die Fans von Fenerbahçe hatten eine riesige Choreografie vorbereitet, die sich über vier Tribünenseiten erstreckte: Stimmungsvoll schworen sie ihr Team auf die Partie gegen den Erzrivalen aus der Nachbarschaft ein. Die beiden Klubs aus der türkischen Metropole begegneten sich auf Augenhöhe: In der Süper Lig stehen sie mit nur einem Punkt Abstand zueinander auf Platz eins und zwei – und das sollte auch nach dem Spiel durch das 1:1-Endergebnis so bleiben. Galatasaray bleibt an der Spitze, Fenerbahçe der Verfolger. Doch das sportliche Geschehen wurde von Tumulten überschattet: Nachdem Nationalspieler Leroy Sané sein erstes Derby-Tor für Galatasaray Istanbul im Duell der Erzrivalen erzielt hatte, rannte er mit seinen Teamkameraden zum Gästeblock. Die Jubeltraube der Gala-Spieler wollte sich dort von den mitgereisten Anhängern feiern lassen – wurde aber mitten in der Ekstase gebremst. Denn aus dem angrenzenden Heimbereich warfen Fenerbahçe-Fans Gegenstände auf die Spieler. Ein Feuerzeug traf den 22-jährigen Linksverteidiger Kazimcan Karatas unterhalb des rechten Auges. Karatas ging sofort zu Boden und musste behandelt werden. Seine Teamkollegen reklamierten vehement, die Partie blieb anschließend für wenige Minuten unterbrochen. Dann rückte die Polizei aus: Hunderte Beamte positionierten sich um das Spielfeld herum, um die Spieler zu schützen. Den Sieg mit seinem neuen Klub verpasste Leroy Sané am Ende. Nach seinem Tor in der 27. Minute zur Gästeführung schaffte Fenerbahçe in der Schlusssekunde noch den Ausgleich: Das Team von Trainer Domenico Tedesco traf durch den Kolumbianer Jhon Durán in der 95. Minuten zum 1:1.

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