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Borussia Dortmund: Wohnung von Ex-BVB-Manager durchsucht

Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt gegen einen ehemaligen Manager von Borussia Dortmund. Vergangene Woche gab es laut Medienberichten eine Wohnungsdurchsuchung. Spätestens seit Präsident Hans-Joachim Watzke bei der Mitgliederversammlung von Borussia Dortmund zu den Vorwürfen Stellung nahm, erregt der Fall öffentlich Aufsehen. Hat beim BVB jahrelang ein Funktionär gewirkt – und sich des Missbrauchs schuldig gemacht? Jetzt kommen neue Details der Ermittlungen ans Licht. Wie zunächst das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete, kam es zu einer Wohnungsdurchsuchung des Beschuldigten. Oberstaatsanwalt Michael Burggräf bestätigte auf Anfrage die "Durchsuchungsmaßnahmen an der Privatanschrift". Dabei seien technische Geräte sichergestellt worden. Die Auswertung dauere an. Vieles spricht gegen eine Verjährung Auch die "Bild" berichtet über die Vorgänge und schreibt, die Polizei habe die Maßnahmen vergangene Woche in der Kleinstadt Herdecke, südlich von Dortmund, durchgeführt. Weitere Durchsuchungen, etwa in den Räumen des Klubs, habe es laut Angaben der Ermittler nicht gegeben. Watzke zu Missbrauchsvorwürfen: "Da wird einem einfach nur schlecht" Im Raum stehen Missbrauchsvorwürfe, die sich auf mutmaßliche Taten in den Achtziger- und Neunzigerjahren beziehen. Drei Männer haben den früheren Fußballfunktionär angezeigt. Die Staatsanwaltschaft prüft auch, ob mögliche Straftaten verjährt sein könnten. Dass die Ermittler dennoch eine Durchsuchung anordneten, spricht dafür, dass eine vollständige Verjährung bislang nicht festgestellt wurde. Der Beschuldigte weist die Vorwürfe zurück. Über seinen Medienanwalt ließ er mitteilen, er bestreite die Anschuldigungen "in aller Deutlichkeit und Schärfe". Es gilt die Unschuldsvermutung, weswegen t-online zum Schutz des Persönlichkeitsrechts und aufgrund der schwerwiegenden Vorwürfe ohne Nennung des Namens berichtet. "Eine Kultur des Hinsehens entwickeln" Der frühere Manager war über Jahrzehnte für den Klub tätig und wurde erst 2023 aus dem Verein ausgeschlossen. Bereits im Jahr 2010 hatte der BVB laut eigener Aussage erstmals von Anschuldigungen erfahren. Dennoch blieb der Funktionär im Anschluss weiter in verschiedenen Rollen aktiv. Erst nachdem vor zwei Jahren neue Vorwürfe laut geworden waren, zog der Verein Konsequenzen. Inzwischen hat der Klub eine externe Aufarbeitung des Falls veranlasst. Auf der jüngsten Mitgliederversammlung rief Hans-Joachim Watzke Betroffene auf, sich an den Verein zu wenden. Reinhold Lunow, scheidender Präsident, bat um Verzeihung bei den mutmaßlichen Betroffenen und forderte, "dass wir eine Kultur des Hinsehens entwickeln, nicht des Wegsehens".

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