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Epstein in Abschiedsbrief über Trump: "Liebte er es, nach ihr zu grapschen"

Ein mutmaßlicher Abschiedsbrief von Jeffrey Epstein wirft brisante Fragen auf. Er soll auch über Trump geschrieben haben – und über gemeinsame Vorlieben. Zu den vom US-Justizministerium am Dienstag veröffentlichten Epstein-Akten gehört auch ein mutmaßlicher handschriftlicher Abschiedsbrief Epsteins, den dieser an Larry Nassar geschrieben haben soll. Nassar war vor seiner Verhaftung Sportarzt der US-Nationalmannschaft der Turnerinnen und sitzt wegen sexuellen Missbrauchs von mehr als 250 teils minderjährigen Athletinnen im Gefängnis. Epstein soll den Brief kurz vor seinem Tod verfasst haben. Der Absender – mutmaßlich Epstein – schreibt an Nassar: "Lieber L. N., wie du inzwischen weißt, habe ich den kurzen Weg nach Hause genommen. Dir viel Glück! Wir beide haben uns eines geteilt... unsere Liebe und Fürsorge für junge Damen, in der Hoffnung, dass sie so ihr volles Potenzial ausschöpfen." Neue Schlachtschiffe: Experten zweifeln an Trumps "goldener Flotte" Bill Clinton stellt Forderung: Trump reagiert auf Epstein-Akten Der Brief geht weiter – und beschäftigt sich plötzlich mit Donald Trump : "Unser Präsident teilt unsere Vorliebe für junge, wohl entwickelte Mädchen. Wenn eine junge Schönheit an uns vorbeilief, liebte er es, nach ihr zu grapschen, während wir (mutmaßlich Epstein und Nassar, Anmerkung d. Red.) nun in den Gemeinschaftsräumen des Systems nach Essen schnappen müssen. Leben ist nicht fair. Dein J. Epstein." Trump flog mehrmals mit Jepsteins Privatjet Über einen mutmaßlichen Brief Epsteins an Nassar hatten Medien bereits vor der Veröffentlichung der Akten berichtet – ohne Informationen über den Inhalt. Ob er tatsächlich von Epstein stammt, kann nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. Der verurteilte Sexualverbrecher starb 2019 während Trumps Amtszeit in Untersuchungshaft – offiziell durch Suizid. Die neuen Dokumente enthalten zudem eine Notiz der New Yorker Bundesstaatsanwaltschaft vom Januar 2020, die gegen Epsteins Komplizin Ghislaine Maxell ermittelte. Darin heißt es: "Aus den Unterlagen, die wir gestern erhalten haben, geht hervor, dass Donald Trump viel häufiger mit Epsteins Privatjet gereist ist, als bisher berichtet wurde (oder uns bekannt war)." Trump: "Alle waren mit diesem Mann befreundet" Das US-Justizministerium zog die Stichhaltigkeit der neuen Akten umgehend in Zweifel: "Einige dieser Dokumente enthalten unwahre und sensationsheischende Behauptungen gegen Präsident Trump, die kurz vor der Wahl 2020 beim FBI eingereicht wurden", schrieb das Ministerium im Onlinedienst X. "Um es klar zu sagen: Die Behauptungen sind unbegründet und falsch, und wenn sie auch nur einen Funken Glaubwürdigkeit hätten, wären sie sicherlich bereits gegen Präsident Trump als Waffe eingesetzt worden." Das Ministerium teilte nicht mit, welche Dokumente es genau beanstandet. Trump hatte seine Verwicklung in die Epstein-Affäre am Montag erneut heruntergespielt. "Alle waren mit diesem Mann befreundet", sagte er zu Reportern. Nach Trumps eigener Darstellung hatte er sich mit seinem früheren Nachbarn Epstein überworfen, als dieser Mädchen und junge Frauen aus seinem Club Mar-a-Lago in Florida abwarb. Hinweis der Redaktion: Berichte über Suizide können wissenschaftlichen Studien zufolge Anreiz für Nachahmungen geben. Wir berichten daher nur dann über Selbsttötungen, wenn die Betroffenen besonders prominent oder die Begleitumstände außergewöhnlich sind. Falls Sie selbst viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe.

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