WM 2026: Mario Basler dämpft Erwartungen ans DFB-Team
Im Sommer wartet mit der WM 2026 ein Großereignis auf das DFB-Team. Mario Basler sieht die Nationalmannschaft dabei weit von einem Titelgewinn entfernt. Wenn im Sommer die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko startet, gehört die deutsche Nationalmannschaft laut Mario Basler nicht zum engeren Favoritenkreis. Der Ex-Profi glaube "nicht an ein Halbfinale der deutschen Mannschaft", wie er in seinem Podcast "Basler Ballert" verriet. "Ich wäre froh, wenn wir das Viertelfinale erreichen. Ich weiß nicht, ob wir im Achtelfinale ein Duell mit den Franzosen überstehen würden", führte er mit Blick auf den möglichen Turnierbaum aus. Der Vizeweltmeister von 2022 würde im Achtelfinale auf das DFB-Team treffen, sollten beide Nationen ihre Gruppen sowie ihre anschließenden Partien im Sechzehntelfinale gewinnen. Basler bemängelt die Qualität der deutschen Defensive Damit blickt Basler deutlich pessimistischer auf die Weltmeisterschaft voraus als sein ehemaliger DFB-Kollege Lothar Matthäus . Der deutsche Rekordnationalspieler hat der deutschen Auswahl bei einem Tippspiel der "Sport Bild" den Einzug ins Halbfinale prophezeit. In diesem werde gegen Spanien Schluss sein, so Matthäus. Basler begründete seine Skepsis indes mit der fehlenden Qualität in der Abwehr. "Die Defensive wird unser größtes Problem sein", sagte er und machte dabei vor allem ein Tempodefizit aus. Nico Schlotterbeck , Joshua Kimmich sowie David Raum würde die Geschwindigkeit fehlen. Und auch Jonathan Tah sei "zwar schnell, aber auch nicht so schnell". Der Bayern-Profi sei laut Basler ohnehin "ganz weit weg von der Form, die er in Leverkusen hatte". In München ist Tah in dieser Saison dennoch gesetzt – so wie zuletzt auch wieder Antonio Rüdiger in Madrid. Der Innenverteidiger hat sich nach auskurierter Oberschenkelverletzung seinen Stammplatz zurückerarbeitet. Basler hält trotzdem keine großen Stücke auf ihn: "Rüdiger dürfte normalerweise gar keine Rolle mehr spielen. Der wird in der Rückrunde auch bei Real Madrid keine Chance mehr haben." Ähnliche Töne schlug Jermaine Jones mit Blick auf Nico Schlotterbeck an. Der frühere Bundesliga-Profi war bei Baslers Podcast zu Gast und kritisierte das defensive Verhalten von Schlotterbeck. "Ich habe den dreimal live gesehen, der hat riesige Probleme als Abwehrspieler", sagte Jones. "Wir reden immer nur darüber, wie gut er das Spiel eröffnen kann, aber ein Abwehrspieler ist dazu da, um das Tor zu verteidigen. Da sehe ich riesige Probleme." Das habe sich vor allem in der Champions League gezeigt.