USA: Rubio sagt, wie er sich eine Übernahme Grönlands vorstellt
Trump will Grönland. Doch es ist unklar, wie genau die USA Kontrolle über die Insel erlangen wollen. Jetzt ist Medienberichten zufolge von einem Kauf die Rede. Die US-Regierung will die zu Dänemark gehörende autonome Insel Grönland Medienberichten zufolge kaufen. Außenminister Marco Rubio habe in einer vertraulichen Sitzung mit US-Abgeordneten gesagt, dass die jüngsten Drohungen keine militärische Invasion signalisieren sollten. Das Ziel sei ein Kauf, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das berichtete auch die "New York Times" und schrieb zudem unter Berufung auf Beamte, dass Präsident Donald Trump seine Mitarbeiter um die Vorlage eines aktualisierten Plans für einen Erwerb der Insel gebeten habe. Trump hatte einen solchen Plan bereits während seiner ersten Amtszeit ins Spiel gebracht. Trump will US-Dominanz sichern Die US-Regierung hatte zuletzt ihre Drohungen hinsichtlich eines Besitzanspruchs auf die Arktisinsel verstärkt. Erst am Dienstag brachte das Weiße Haus sogar die Option eines Militäreinsatzes ins Spiel. "Der Präsident und sein Team erörtern eine Reihe von Optionen, um dieses wichtige außenpolitische Ziel zu erreichen, und selbstverständlich steht dem Oberbefehlshaber der Einsatz des US-Militärs jederzeit als Option zur Verfügung", teilte Regierungssprecherin Karoline Leavitt zu Grönland mit. Dass der Einsatz des Militärs für die Trump-Administration durchaus eine Option ist, die dem Oberbefehlshaber zur Verfügung stehe, hatte auch der Vizestabschef im Weißen Haus, Stephen Miller, in einem Interview mit CNN angedeutet. Trumps wiederbelebtes Interesse an der strategisch wichtigen Insel steht im Zusammenhang mit der kürzlichen Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. Trump fühle sich dadurch bestärkt und wolle die amerikanische Dominanz in der westlichen Hemisphäre sichern, hieß es aus dem Weißen Haus. Zuvor hatten mehrere europäische Staaten, darunter Deutschland, die USA in deutlichen Worten vor einer Annexion Grönlands gewarnt. In einer gemeinsamen Erklärung hatten Dänemark, Deutschland, Frankreich , Italien , Polen und Spanien am Dienstag betont, Grönland gehöre seinem Volk. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hatte am Montag mit dem Ende des westlichen Verteidigungsbündnisses Nato gedroht. Auch innerhalb der USA gibt es jedoch Widerstand. US-Außenminister Marco Rubio informierte einem Bericht zufolge führende Kongressabgeordnete in einem geheimen Briefing darüber, dass das Ziel ein Kauf und keine Invasion sei. Zudem forderten führende Senatoren beider Parteien die Regierung auf, die Souveränität Dänemarks zu respektieren.