Letzte Karriere-Station des Altmeisters?: Aaron Gwin wechselt zu Frameworks
Aaron Gwin zählt zweifelsohne zu den erfolgreichsten Downhill-Racern aller Zeiten. Nun wechselt der US-Amerikaner überraschend zu Neko Mulallys Frameworks-Team. Es könnte die letzte Station in der beeindruckenden Karriere des Altmeisters sein.
Zwar hat sich das Fahrerkarussell in den vergangenen Wochen wie gewohnt ziemlich schnell gedreht – doch dieser Wechsel hatte sich nicht wirklich angedeutet: Aaron Gwin wechselt von seinem eigenen Gwin Racing Team zu Neko Mulallys Frameworks-Projekt. Im Alter von stolzen 38 Jahren sucht der schnelle Amerikaner, der im letzten Jahr auf Bikes von Crestline unterwegs war, also nochmal eine neue Herausforderung und trifft dabei auf einen alten Bekannten: Mit Frameworks-Gründer und Team-Manager Neko Mulally ist er bereits zu Trek World Racing- und YT Mob-Zeiten gemeinsam im World Cup gefahren.
Gleichzeitig hat sich das Rennteam von Frameworks, das mit neuem Titelsponsor zukünftig Frameworks Racing / TRP heißen wird, damit endgültig zu einem US-Superteam entwickelt: Neben Aaron Gwin fahren mit Anna Newkirk und Junioren-Superstar Asa Vermette zwei weitere US-amerikanische Staatsbürger für das Team von Neko Mulally, während der Spanier Angel Suarez Frameworks im Winter verlassen hat. Auch über einen Wechsel von Dakotah Norton zu Frameworks gab es in den vergangenen Monaten einige Gerüchte – der ehemalige Mondraker-Fahrer ist inzwischen aber zu Scott gewechselt.
Vertrag bis 2027: Letzter Angriff auf die World Cup-Spitze?
Der Vertrag bei Frameworks gilt für die nächsten beiden Saisons und erlaubt es Aaron Gwin, sich wieder voll und ganz aufs Racing zu konzentrieren – in den vergangenen Jahren hatte er nicht nur mit teils hartnäckigen Verletzungen zu kämpfen, sondern hat sich auch um sein eigenes Rennteam gekümmert und ist seit 2023 Besitzer des Windrock Bike Parks. Wenn er im World Cup am Start war, hat er allerdings trotzdem regelmäßig seinen noch immer vorhandenen Speed gezeigt und ist mehrmals in die Top 15 gerast.
I’m excited for this new, and possibly final, chapter of my racing career with Frameworks. I’ve got the support to fully focus on racing again and the equipment to win. That’s what I was looking for, and I’m stoked to be doing it with a great group of friends. I’m looking forward to enjoying all the hard work and seeing what we can accomplish together.
Gleichzeitig dürfte es sich wohl um den letzten Vertrag als aktiver Rennfahrer handeln – kurz vor Ende des Vertrags wird er schließlich 40 Jahre alt. Während seiner beeindruckenden Karriere konnte Aaron Gwin unter anderem 23 World Cup-Siege und 5 World Cup-Gesamttitel einfahren, was ihn zum erfolgreichsten World Cup-Fahrer aller Zeiten macht. Lediglich ein Sieg bei der Weltmeisterschaft fehlt noch in der illustren Titelsammlung des frisch gebackenen Frameworks-Fahrers.