Aus bei Real Madrid: Diese Klubs könnten für Xabi Alonso infrage kommen
Die vermeintliche Traumehe zwischen Xabi Alonso und Real Madrid ist nach nicht einmal sieben Monaten geschieden. Warum seine Zeit so schwierig war. Und welche Klubs nun für ihn infrage kommen könnten. Für drei Jahre hatte Xabi Alonso im Sommer bei Real Madrid unterschrieben. Viele Topklubs in Europa hatten sich um den Trainer bemüht, der mit Bayer Leverkusen 2024 Geschichte geschrieben und die Werkself nicht nur zur ersten Meisterschaft, sondern direkt zum Double geführt hatte. Alonsos Wahl fiel auf seinen Herzensverein. Doch dieser setzte ihn – wenig herzlich – am Montag, einen Tag nach der 2:3-Niederlage im Supercup-Endspiel gegen Erzrivale FC Barcelona und nach weniger als sieben gemeinsamen Monaten, vor die Tür. Offiziell sei die Trennung "in gegenseitigem Einvernehmen" erfolgt, teilte Real mit. Xabi Alonso: Das waren wohl die Gründe für das Real-Aus Doch schon seit Wochen wurde über die angespannte Stimmung zwischen Trainer und Teilen der Mannschaften berichtet. Der einstige Weltklasse-Stratege setzte auf Disziplin und die Einhaltung von taktischen Vorgaben, vor allem im Defensivverhalten. Ein Kontrastprogramm zu Vorgänger Carlo Ancelotti , dem im Umgang mit den Spielern eine lange Leine nachgesagt wird. Alonso hatte die gleiche Startbilanz wie Hansi Flick in Barcelona Von Alonsos Methoden hielten offensive Freigeister wie Bellingham, Mbappé und allen voran Vinicius Junior offenbar nicht viel. Und das ließen sie ihren Trainer dem Vernehmen nach auch spüren. Der Trainer hat Teile der Kabine verloren, heißt es in solchen Momenten immer. Und in diesem Fall wohl auch den launischen und ungeduldigen Präsidenten Florentino Pérez . Zwar versprühte Real selten spielerischen Glanz und wenig Spektakel-Fußball, doch die Resultate stimmten zu allermeist. Von 34 Pflichtspielen unter Alonso gewann Real 24 und verlor nur sechs. Das macht eine Siegquote von über 70 Prozent. Und entspricht exakt der Startbilanz von Hansi Flick beim FC Barcelona im Vorjahr. Flick durfte im Anschluss die Meisterschaft gewinnen, Alonso die Koffer packen . Und sich demnächst wohl nach einer neuen Aufgabe umsehen. Da zahlreiche Spitzenvereine schon im vergangenen Sommer bei Alonso Schlange standen, sprossen die Spekulationen über dessen Zukunft direkt am Tag der Entlassung aus dem Boden. Vor allem in England. Das Boulevardblatt "The Sun" etwa schlagzeilte: "Alonsos Status als verfügbarer Trainer fällt in eine Phase großer Bewegung auf dem Trainermarkt. Manchester United ist nach der Entlassung von Ruben Amorim verfügbar (seit Dienstag und der Verpflichtung von Michael Carrick als Interimstrainer bis Saisonende jedoch nicht mehr, d. Red.), während nun auch Manchester City infrage kommen könnte, da Pep Guardiolas Zukunft über den Sommer hinaus ebenfalls ungewiss ist." Und weiter: "Die interessanteste Trainerstation könnte jedoch eine Rückkehr zu einem weiteren ehemaligen Klub nach Liverpool sein, was den Druck auf Arne Slot weiter erhöhen würde." Schon im Dezember sprach Alonso über eine Liverpool-Rückkehr Liverpool hätte Alonso bereits 2024 gerne als Klopp-Nachfolger präsentiert. Doch da war dieser noch an Leverkusen gebunden. Dass er aber gerne bei dem Klub anheuern würde, mit dem er als Spieler die Champions League gewann, daraus machte Alonso selbst in Diensten von Real keinen Hehl: "Das ist sicherlich etwas, was ich (...) in Betracht ziehen würde", sagte der damalige Coach der Königlichen vor einem Monat über eine mögliche Rückkehr zum FC Liverpool : "Man weiß nie, was die Zukunft bringt." Als hätte er schon eine Vorahnung gehabt, dass seine Zeit bei Real schneller vorbei sein könnte, als viele gedacht haben. Ob nun Liverpool, United oder City – es sind nur einige Topklubs, bei denen sich zur neuen Saison Möglichkeiten auftun könnten. Und bei denen sicher der Name Alonso als einer der ersten genannt werden wird, sobald einer der Posten vakant werden sollte. Denn trotz der überschnellen Demission bei den Königlichen, bleibt der Spanier für viele Topklubs weiterhin interessant. Mit einer Rückkehr würden sich sicher auch die Bosse von Bayer Leverkusen ernsthaft beschäftigen, sollten die Leistungen unter Kasper Hjulmand wie zuletzt beim 1:4 gegen Stuttgart zu wünschen übrig lassen. Einzig der FC Bayern , der zu den letztjährigen Interessenten Alonsos zählte, dürfte so schnell wohl keine Option mehr sein. Ansonsten aber stehen dem Basken viele Türen offen. Die entscheidende Frage ist jedoch: Was möchte Alonso? Gewiss erst einmal das Aus bei seinem Herzensverein verarbeiten. Dass er in dieser Saison noch bei einem neuen Verein anheuert, erscheint jedenfalls äußerst unwahrscheinlich.