Tennis: DTB-Profi Daniel Altmaier verliert 25 Aufschlagspiele in Serie
Der zweite Turniertag wird zum Albtraum für die deutschen Tennisprofis. Besonders Daniel Altmaier erlebt eine beispiellose Horror-Phase, die erst nach über einer Stunde endet. Bei den Australian Open haben die deutschen Tennisprofis am Dienstag einen Tag zum Vergessen erlebt. Daniel Altmaier, Tatjana Maria und Ella Seidel schieden alle in der ersten Runde aus. Besonders bitter verlief die Partie für Altmaier: Der 27-Jährige verlor gegen den Kroaten Marin Cilic mit 0:6, 0:6, 6:7 (3:7) und gewann erst nach 69 Minuten sein erstes Aufschlagspiel zum 1:1 im dritten Satz. Zusammen mit seiner Niederlage beim Turnier in Adelaide in der Woche zuvor blickt der Davis-Cup-Profi auf insgesamt 25 verlorene Aufschlagspiele in Folge zurück. Dort hatte er nach 3:0-Führung gegen den Spanier Jaume Munar noch 3:6, 0:6 verloren. "Wenn man 25 Spiele in Folge verliert, macht man sich natürlich seine Gedanken, weshalb das passiert ist", sagte Altmaier. Der 27-Jährige erklärte die desolate Leistung mit Umstellungen in seinem Spiel. "Ich habe in der Vorbereitung einiges in meinem Spiel umgestellt. Das hat im Training gut funktioniert, auch gegen gute Spieler. Im Wettkampf klappt es noch gar nicht, deshalb bin ich im dritten Satz zu meiner alten Herangehensweise zurückgekehrt. Dann wurde es eine enge Partie", sagte Altmaier. Peinlich seien ihm die ersten beiden Sätze aber nicht gewesen. "So ist Tennis. Ich habe die Entscheidung getroffen, mir die Zeit gegeben, meine Dinge auch in den Matches zu probieren und da nehme ich die Meinung von außen in Kauf." Auch Seidel kassiert ein 0:6 Auch Ella Seidel verpasste den Einzug in die zweite Runde. Die 20 Jahre alte Hamburgerin verlor gegen die Russin Oxana Selechmetewa mit 3:6, 6:3, 0:6 und muss damit weiter auf ihren ersten Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier warten. Sie erwischte einen guten Start und lag schnell ein Break vorne. Danach leistete sie sich zu viele vermeidbare Fehler. Im zweiten Durchgang steigerte sie sich und schaffte den Satzausgleich. Sie verlor aber ihren Rhythmus und musste sich nach 1:47 Stunden geschlagen geben. Auch Tatjana Maria verabschiedete sich in der ersten Runde. Die deutsche Nummer zwei unterlag der Kroatin Petra Marcinko mit 3:6, 5:7. Die 38-Jährige gab im zweiten Satz eine 5:3-Führung noch aus der Hand. "Ich wäre gerne in den dritten Satz gekommen, aber es hat leider nicht sollen sein", sagte die zweifache Mutter. "Ich hätte es mir anders gewünscht, aber es war kein einfaches Match. Sie hat sehr gut gespielt." Maria tut sich in Melbourne grundsätzlich schwer und stand in ihrer langen Karriere dort nur viermal in der zweiten Runde. Sie will wieder nach Australien kommen. Denn 2028 wird ihre Tochter Charlotte 14 Jahre alt und darf auf der WTA-Tour spielen. "Unser Ziel ist es, einmal ein Doppel zusammenzuspielen. Und ich hoffe, dass es dann in zwei Jahren klappt", sagte Maria. Hoffnungen auf Lys, Siegemund und Struff Am Dienstag haben Eva Lys , Laura Siegemund und Jan-Lennard Struff noch die Chance, die deutsche Bilanz aufzubessern. Lys spielt gegen die Rumänin Sorana Cirstea, Siegemund bekommt es mit der Usbekin Ljudmila Samsonowa zu tun. Struff trifft auf den Tschechen Vit Kopriva. Alexander Zverev hat seinen zweiten Einsatz erst wieder am Mittwoch gegen den Australier Alexei Popyrin oder den Franzosen Alexandre Müller. Yannick Hanfmann trifft auf den Weltranglisten-Ersten Carlos Alcaraz aus Spanien.