Manja Präkels: „Ich bin an Schulen gewesen, in denen ,Jude‘ das häufigste Schimpfwort ist“
Als „Überlandschreiberin“ hat Manja Präkels die Stimmung in der ostdeutschen Provinz erkundet. Ihre Erfahrungen sind nun in den Sammelband Extremwetterlagen eingegangen. Wir erreichen Präkels in Brandenburg, mitten in einem Naturschutzgebiet, wo sie sich fürs Schreiben zurückgezogen hat.
Der Freitag: Juli Zeh und Sie schreiben beide über Brandenburg, aber man hat das Gefühl, dass Sie über zwei ganz unterschiedliche Welten schreiben. Bei Juli Zeh geht es viel über die Normalbürger. Bei Ihnen viel um Gewalt, auch krasse Gewalt. Woher kommt das?
Manja Präkels: Ich habe die 90er Jahre in den Knochen. Anders als Juli Zeh bin ich Ostdeutsche der Generation Zschäpe, Mundlos, Böhnhardt. Das macht natürlich was mit eine
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