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Wintersport: Nordische Kombination droht Olympia-Aus

Zweieinhalb Wochen vor den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo spricht der Chef de Mission auch über die ungewisse Zukunft einer Traditionssportart – und zeigt sich mitunter überrascht. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat angekündigt, sich intensiv für den Verbleib der Nordischen Kombination im olympischen Programm einzusetzen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) fordert für 2030 die vollständige Geschlechtergleichstellung, was die Traditionssportart gefährden könnte. Bei den bevorstehenden Spielen in Italien vom 6. bis 22. Februar, für die die deutschen Teilnehmer in München zuletzt offiziell eingekleidet wurden, dürfen in der Nordischen Kombination nach wie vor nur Männer starten. 2030 in den französischen Alpen droht die Traditionssportart komplett draußen zu sein. "Einen Mehrwert darstellen" "Wir sind auch überrascht gewesen, dass die Damen nicht – wie jetzt eigentlich in allen olympischen Sportarten – integriert worden sind. Es wäre auch an dieser Stelle eine gute Idee gewesen", sagte Tabor mit Blick auf die Spiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo in zweieinhalb Wochen. Die Wettbewerbe der Damen würden "einen Mehrwert darstellen", meinte der 54-Jährige. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) fordert für 2030 eine vollständige Gleichstellung der Geschlechter. Wenn eine Disziplin diese nicht erfüllt, könnte sie aus dem Programm gestrichen werden. Das drohende Olympia-Aus der Nordischen Kombination, in der die Deutschen seit Jahren große Erfolge und Medaillen bejubeln, führte zuletzt schon zu großen Diskussionen. Eine Entscheidung über ihre Olympia-Zukunft wird im Laufe dieses Jahres erwartet.

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