Nürnberg ist Deutschlands Stau-Hauptstadt – neue Daten
Wer in Nürnberg mit dem Auto unterwegs ist, muss viel Geduld einplanen. Das hat der Stadt in einer neuen Auswertung jetzt eine unrühmliche Platzierung eingebracht. Wo kostet Stau Pendler am meisten Zeit? Das hat der Verkehrsdatenanbieter TomTom ausgewertet. Demnach floss der Verkehr in Nürnberg im Schnitt 49,7 Prozent langsamer, als er es bei freier Fahrt täte. Im Vergleich zu 2024 stieg der Wert um 0,9 Prozentpunkte an. Damit steht die Frankenmetropole im deutschlandweiten Vergleich auf dem unrühmlichen Spitzenplatz, gefolgt von Hamburg und Leipzig. Zum Vergleich: In der rund siebenmal so großen Hauptstadt Berlin lag das Staulevel bei 44,2 Prozent, in München bei 43,7 Prozent. Weiter heißt es von TomTom, dass der Verkehr in der Frankenmetropole während der Rushhour durchschnittlich lediglich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 19,9 Kilometern pro Stunde fließe. Nürnberger verlieren demnach jährlich rund 99 Stunden, also mehr als vier volle Tage im Stau. Dieser Wert ist allerdings in Frankfurt (107 Stunden), Leipzig (100 Stunden) sowie Berlin (100 Stunden) jeweils etwas höher. Wird in Nürnberg zu viel gebaut? Die Lokalpolitik hat unterschiedliche Meinungen. Stau in Nürnberg: Darum ist das Problem so groß Dass Nürnberg im Vergleich zu anderen Städten so stark von Stau betroffen ist, hänge vor allem mit der historisch gewachsenen Stadtstruktur zusammen, wie TomTom der Deutschen Presseagentur (dpa) mitteilte. Die engen Straßen sowie wenige Ausbaumöglichkeiten seien die Folge der Stadtstruktur, gleichzeitig sei das Verkehrsaufkommen in der fränkischen Metropole sehr hoch. TomTom hat außerdem die Verkehrslage in der gesamten Metropolregion untersucht. Dabei zeigt sich ein anderes Bild. So kommt der Verkehrsdatenanbieter auf ein Staulevel von 26,6 Prozent – macht Platz 25 deutschlandweit. Wenn man das Umland einrechnet, verlieren die Pendler im Großraum Nürnberg demnach nur rund 26 Stunden im Stau pro Jahr. Spitzenreiter ist hier die Hauptstadtregion Berlin mit einem Wert von 40,2 Prozent und einem Zeitverlust von 67 Stunden pro Jahr.