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„Herausfordernd, aber alle Mühen wert“

46ers-Geschäftsführer Guido Heerstraß und sein Pendant Andreas Joneck vom RSV Lahn-Dill informieren über den Stand der Vorbereitung für den Doppelspieltag am Samstag, 21. Februar, in der Buderus Arena

 

Doppelspieltag, Teil zwei! Rund elf Monate nach der ersten gemeinsamen Veranstaltung der GIESSEN 46ers und des RSV Lahn-Dill kommen die mittelhessischen Basketball-Anhänger abermals in den Genuss, zwei interessante Partien zum Preis von nur einer zu sehen.

„Wir wollen nicht nur das Erlebnis Doppelspieltag, das am 15. März des vergangenen Jahres in der Osthalle viele Menschen begeistert hat, wieder aufleben lassen, sondern wir möchten vor allem den Rollis in ihrer wunderbaren Buderus Arena einen Gegenbesuch abstatten. Das wird herausfordernd, ist aber alle Mühen wert“, freut sich 46ers-Geschäftsführer Guido Heerstraß wie Bolle auf die Wiederholung des Events, das am Samstag, 21. Februar, über die Bühne gehen wird.

Und RSV-Geschäftsführer Andreas Joneck ergänzte anlässlich einer Pressekonferenz am Mittwoch im VIP-Raum der Heimspielstätte der Rollis, in dem die Verantwortlichen beider Vereine über den Stand der Vorbereitung informierten: „Es wird ein Erlebnis, wie es die Region noch nie gesehen hat. Die Veranstaltung lief im letzten Jahr für alle Beteiligten so perfekt ab, dass eine Wiederholung einfach sein musste. Mit dem klaren Fokus auf ein inklusives Miteinander laden wir erneut Familien und Basketballfans ein, einige erlebnisreiche Stunden mit uns voller Spannung, Action und Spaß zu verbringen.“

Die Buderus Arena in Wetzlar öffnet an jenem Samstag, 21. Februar, um 16 Uhr ihre Pforten. 90 Minuten später, also um 17.30 Uhr, treten die GIESSEN 46ers am 24. Spieltag der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA gegen die Nürnberg Falcons BC an. Um 20 Uhr steigt dann das Hessenderby in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga (RBBL) zwischen dem RSV Lahn-Dill und den Rhine River Rhinos aus Wiesbaden.

Zusammen mit 46ers-Profi Luis König Figge und dem niederländischen RSV-Internationalen Quinten Zantinge nannten die beiden Geschäftsführer einige interessante Details zu jenem Event, das auf den Tag genau einen Monat nach der Pressekonferenz über die Bühne gehen wird.

 

Was sind die größten Herausforderungen eines Doppelspieltags?

Zweifellos sind dies die Themen Ticketing und Werbeleistungen, die es im Sinne beider Clubs abzustimmen gilt. „RSV und 46ers haben zusammen rund 700 Dauerkarten-Kunden, die ihre Sitzplätze bekommen müssen. Da heißt es, den Saalplan neu zu konfigurieren, damit alle zufrieden sind. Im Gegensatz zu unseren Heimspielen werden wir außerdem die Stehtribüne ausfahren, die bei den 46ers-Fans sehr beliebt ist. Und eine Extra-Fläche für Rollstuhlfahrer und deren Begleitpersonen, die die Osthalle normalerweise nicht kennt, wird es bei uns wie bei jedem RSV-Spiel auch geben. Beide Clubs haben darüber hinaus Kunden, die Werbeflächen gebucht haben, die nicht mit anderen kollidieren sollen. Da wollen wir jedem Wunsch gerecht werden“, berichtet Andreas Joneck.

Wie ist der zeitliche Rahmen für den Hallen-Auf- beziehungsweise Umbau?

Er ist in jedem Fall eine echte Herausforderung. Am Donnerstag vor den beiden Partien tritt Comedian Bülent Ceylan mit seiner Show „Diktatürk“ vor rund 5000 Fans auf. Danach wird die Arena umgebaut, damit am Freitagabend Handball-Bundesligist HSG Wetzlar im Kellerduell den SC DHfK Leipzig empfangen kann. Wie Arena-Betriebsleiterin Meike Theermann ausführte, werden danach ab ungefähr 23 Uhr das Parkett aus der Halle entfernt und die Tribünen umgebaut. Ab 5 Uhr am Samstagmorgen kommt dann ein Reinigungskommando, ehe der Aufbau der Spielstätte für die beiden Basketballspiele erfolgt. Da der zeitliche Rahmen mit drei Großveranstaltungen innerhalb von nicht einmal 48 Stunden sportlich ist, haben die Basketballer keine Möglichkeit zu einem Training vor ihren Partien. Da die Zeit zwischen dem Match der 46ers und dem des RSV ebenfalls eng bemessen ist, weist Andreas Joneck darauf hin, dass mit der Liga und auch mit dem Gast aus Wiesbaden alles so abgestimmt wurde, dass auch eine leichte Verzögerung des Hochballs kein Problem wäre. Joneck: „Sowohl RBBL als auch ProA haben großes Interesse, den Basketballsport immer populärer zu machen. Dass ein solcher Doppelspieltag stattfindet, ist im Interesse aller.“

Wie sind die Zuschauerkapazitäten in der Buderus Arena während des Doppelspieltags?

„Wir wollen in jedem Fall ein ausverkauftes Haus haben“, ist Andreas Joneck guter Dinge, auf die maximale Zahl von rund 3700 Besuchern kommen zu können. Es gibt offiziell 1733 Sitz- und 1152 Stehplätze. Dazu kommen 660 Business-Seats und 121 in den acht Logen.

Können Kunden noch VIP-Karten bekommen, können Interessierte noch Logen buchen?

Ob es noch VIP-Karten zu kaufen geben wird, entscheidet sich erst, wenn sich die gut zahlende Kundschaft bei beiden Clubs gemeldet und ihr Interesse hinterlegt hat. „Erst dann haben wir valide Zahlen, ob wir noch VIP-Karten herausgeben können“, so Joneck. Alle Logen sind derzeit noch nicht verkauft. Auch hier haben Interessierte die Möglichkeit, sich mit den Verantwortlichen in Verbindung zu setzen, um vielleicht einen Geburtstag oder eine Firmenfeier mit einem Sektempfang und einem Drei-Gänge-Menü in exklusivem Ambiente mit zwei interessanten Basketballspielen abzurunden.

Ist die Partie der GIESSEN 46ers in Wetzlar vielleicht der Vorbote für einen Umzug des Altmeisters in die Buderus Arena?

Das verneint 46ers-Geschäftsführer Guido Heerstraß energisch: „Unser Match gegen Nürnberg ist ein Gegenbesuch, schließlich war der RSV Lahn-Dill im März in unserer Osthalle zu Gast. Es ist aber kein Test für einen dauerhaften Umzug.“

Wo können die Fans in Wetzlar parken?

Direkt neben der Buderus Arena steht ein großes Parkhaus, das rund 2200 Plätze hat. Im Gegensatz zu den Flächen an der Gießener Justus-Liebig-Universität ist es kostenpflichtig, „die Preise“, so Andreas Joneck, „halten sich allerdings im Rahmen.“ Tatsache ist, dass das Parkhaus privat betrieben wird, beide Vereine also keinen Einfluss auf die Preisgestaltung haben. Tatsache ist aber auch, dass der Wetzlarer Bahnhof, in dem Züge aus Gießen mehrfach in der Stunde ankommen, fußläufig zur Arena liegt. „Diese Möglichkeit“, so Guido Heerstraß, „sollten möglichst viele unserer Anhänger nutzen.“

Welche Verpflegung wird es in der Buderus Arena geben?

Im Foyer und im ersten Stock haben die Catering-Stände des Arena-Betreibers wie bei allen Veranstaltungen geöffnet. Für die VIP-Gäste wird es kein Buffet, sondern im ersten und zweiten Stock zahlreiche Food-Stationen mit Spezialitäten aus aller Herren Länder geben. „Unser Ziel ist es, aus dem Doppelspieltag ein Event zu machen. Wir denken, dass wir da mit diesem Gastro-Konzept genau richtig liegen“, glaubt Guido Heerstraß.

Was machen die Besucher vor, zwischen und nach den beiden Begegnungen?

Es wird zahlreiche Mitmach-Angebote geben, die die Verantwortlichen jedoch noch nicht en Detail nennen können, da noch nicht alle Vorhaben unter Dach und Fach sind. Firmen und Institutionen werden sich darüber hinaus mit interaktiven Ständen und Mitmachaktionen präsentieren, so dass es nie langweilig werden wird.

 

Abschließend: Groß ist auch die Vorfreude bei den sportlichen Protagonisten beider Teams. Luis König Figge sprach auf der Pressekonferenz am Mittwoch von einem „sicher coolen Erlebnis“, davon, dass „unsere Fans die Partie, auch wenn sie außerhalb von Gießen stattfinden wird, zu einem Heimspiel machen werden“ und berichtete, dass er mit Ex-RSV-Profi Mark Beissert bereits einige Schüsse im Rollstuhl genommen habe. „Deshalb meine Hochachtung, was die Rollis auf dem Parkett so leisten.“

Und Quinten Zantinge beichtete, dass er beim ersten Doppelspieltag im März noch so lange in der Osthalle war, dass er sie fast abgeschlossen hätte: „Es war einfach eine tolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Ich habe viele nette Menschen kennengelernt, und auch sportlich lief alles mit zwei knappen Siegen bestens.“

So soll es auch wieder sein, wenn die 46ers und der RSV am Samstag, 21. Februar, zu einem in Mittelhessen einmaligen Event bitten …

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