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Cape Epic 2026: Elite-Frauen fahren künftig kürzer

Bemerkenswerte Änderung beim Absa Cape Epic 2026: Erstmalig in der Geschichte des größten Mountainbike-Etappenrennens der Welt werden die Fahrerinnen der Elite Frauen nicht auf allen Etappen die gleichen Distanzen absolvieren wie ihre männlichen Pendants. Die Distanzen der Etappen der Damen sollen sich nun daran ausrichten, dass die voraussichtliche Siegerzeit, derjenigen der Männer entspricht – mit dem Ziel engere Rennausgänge und bessere TV-Übertragungen zu ermöglichen.

Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin muss die gleiche Distanz bewältigen, um sich die Lorbeeren eines erfolgreichen Finishs bei der ‚Tour de France‘ der Mountainbiker zu erkämpfen: Dieses Credo gilt seit der erstmaligen Austragung beim Absa Cape Epic im Jahr 2004 – bis heute! Wie die Veranstalter des Absa Cape Epic in einer Pressemeldung mitteilen, werden in diesem Jahr erstmalig einige der insgesamt sieben Etappen plus zusätzlichem Prolog unterschiedliche Distanzen für die Klasse der Elite Frauen und aller weiteren Teilnehmer aufweisen.

Konkret bedeutet dies: Die Elite-Frauen absolvieren künftig, sofern möglich, Strecken absolvieren, deren erwartete Siegerzeit jener der Elite-Männer entspricht – und nicht die identische Kilometerzahl. Die angepassten Distanzen sollen engere Rennverläufe und mehr Spannung im Spitzenfeld der Damen ermöglichen, und dadurch auch die TV-Übertragungen der Damenwettkämpfe verbessern. Die nun eingeführte Änderung reihe sich in verschiedenste vergangene Maßnahmen ein, die zur Aufwertung beziehungsweise Gleichberechtigung der Frauen beim Cape Epic eingeführt wurde, wie der Einführung von Preisgeldparität und eines separaten Starts, so
Es geht nicht darum, das Rennen zu erleichtern – es geht darum, mehr Spannung und Spektakel zu ermöglichen, so Shannon Valstar, Race Director des Absa Cape Epic.

# Kürzere Strecken für mehr Spannung – Das Cape Epic geht in diesem Jahr neue Wege, um die Spannung im Damenrennen zu erhöhen.

Die neue Regelung findet aber ausschließlich Anwendung bei Etappen, die den identischen Start- und Zielort besitzen. Bei Point-to-Point-Etappen von einem Etappenort zu einem anderen, kommen die Frauen nicht darum herum, die gleiche Distanz wie alle anderen Starterinnen und Starter zu absolvieren. Und auch beim Prolog und der Abschlussetappe wird die neue Regelung keine Anwendung finden – zu gering sind hier die Unterschiede in der anvisierten Zielzeit. Die konkreten Etappen sind zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht bekannt, sollen bald aber bekannt gegeben werden.

Wichtig: Diese Neuerungen betreffen ausschließlich die Elite-Frauen-Kategorie. Die Kategorien Open Women, Masters Women, Grand Masters Women sowie die Mixed-Klasse bleiben von den Änderungen unberührt.

Es geht nicht darum, das Rennen zu erleichtern – es geht darum, mehr Spannung und Spektakel zu ermöglichen. Es geht um Parität, Fairness und die Schaffung eines Wettbewerbs, der Frauen erlaubt, auf ihrem absoluten Höhepunkt zu performen.

Ariane Lüthi, dreifache Cape Epic-Siegerin

Wir wurden von einem Team in diesen Prozess einbezogen, das die Arbeit geleistet hat – das die richtigen Fragen gestellt, die Daten der Vergangenheit ausgewertet hat und auf die Fahrerinnen, Experten und Meinungen aus der Szene gehört hat.

Annika Langvad
# Die eingeführte Änderung wurde in Abstimmung mit Expertinnen und Experten aus der Szene ausgearbeitet. – Unter anderem auch Annika Langvad, sechsfache Cape Epic Siegerin (im Bild hinten) war beteiligt.

Short Track-Weltmeisterin feiert Cape Epic Premiere

Unterdessen steht bereits die erste namhafte Paarung in der Eliteklasse der Damen beim Cape Epic 2026 fest: Alessandra Keller, amtierende Short Track-Weltmeisterin aus der Schweiz, wird gemeinsam mit der Südafrikanerin Candice Lill an der Startlinie stehen. Für Keller ist die diesjährige Teilnahme die erste beim Cape Epic, Lill bringt hingegen langjährige Cape Epic-Erfahrung mit.

# Alessandra Keller feiert in diesem Jahr ihre Premiere beim Cape Epic. – Sie wird gemeinsam mit der Südafrikanerin Candice Lill starten.

Ich freue mich riesig auf das Cape Epic. Ich verfolge dieses Rennen schon seit vielen Jahren, aber terminlich hat es für mich bisher nie gepasst. 2026 ist es endlich so weit. Es ist für mich eines der drei großen Highlights der Saison – und ein Rennen, dem ich bewusst viel Aufmerksamkeit widme.

Alessandra Keller

Das schweiz-südafrikanische Teamgespann kann indes beim Cape Epic auf den Vorteil des gleichen Materials setzen. Candice Lill, seit je her als Privateer, im Rennzirkus unterwegs, wird ab der Saison 2026 wie Alessandra Keller auf Thömus Bikes unterwegs sein.

Was haltet ihr von der neuen „Zeitparität“ zwischen Frauen und Männern beim Cape Epic 2026?


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