Wetter in Deutschland heute: DWD warnt vor Glätte – Kreis schließt Schulen
Deutschland schlittert weiter durch den Winter: Nach dem Abzug des Schneetiefs bringen neue Tiefdruckausläufer erneut Eisregen, Glätte und Schnee ins Land. Alle Entwicklungen im Newsblog. Mittwoch, 28. Januar Teenager werfen Eisblock von Straßenbrücke Zwei Unbekannte haben am Dienstagabend einen rund 30 Zentimeter großen Eisblock von einer Brücke in Sarstedt (Landkreis Hildesheim) auf ein Auto geworfen. Wie die Polizei mitteilte, fiel der Block auf den Wagen einer 23-Jährigen. Sie erschrak, konnte aber abbremsen. Durch den Aufprall entstand eine Delle an der Motorhaube. Der Schaden wird auf rund 1.500 Euro geschätzt. Die Täter flohen und konnten bisher nicht gefunden werden. Es soll sich um zwei etwa 15 Jahre alte Jugendliche handeln. Gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet. Seltenes Schauspiel auf Deutschlands größtem Binnensee Die Müritz ist zugefroren. Wie das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Elbe bestätigte, ist die Eisdecke auf dem See seit dem Wochenanfang geschlossen. Das Randeis habe, soweit messbar, eine Dicke von 20 bis 25 Zentimetern. Einen historischen Rekord hat die Eisdecke auf Deutschlands größtem Binnensee bisher allerdings noch nicht geknackt. Landkreise schließen wegen des Wetters die Schulen Wegen Schnee und Glätte bleiben im Landkreis Vechta die Schulen geschlossen. Der Präsenzunterricht an den allgemein- und berufsbildenden Schulen falle heute aus, teilte der Landkreis mit. Der Schülertransport findet nicht statt. Schon in den vergangenen Tagen ist in einigen Landkreisen in Niedersachsen witterungsbedingt der Unterricht ausgefallen. Auch im mittelfränkischen Erlangen und im oberfränkischen Landkreis Kulmbach bleiben die Schulen auch am Mittwoch noch geschlossen. DWD verschärft Wetterwarnungen wegen Glatteis Der DWD hat seine Wetterwarnungen teilweise verschärft: In Südthüringen und Nordbayern gilt am Mittwochmorgen Warnstufe Orange, die dritthöchste Warnstufe. Es herrsche "markante Glätte" wegen gefrierenden Regens, teilten die Meteorologen mit. Die Warnung soll noch bis mindestens 10 Uhr gelten. Die Wetterexperten empfehlen, "nicht notwendige Aufenthalte im Freien und Fahrten" zu vermeiden. Man solle Verzögerungen und Behinderungen einplanen, hieß es. In Hunderten weiteren Kreisen und Städten gilt Warnstufe Gelb wegen Glättegefahr. Dienstag, 27. Januar Frau wird von Schnee-Ast erschlagen In Nürnberg wurde am Montag eine Spaziergängerin von einem herabfallenden Ast getroffen und dabei tödlich verletzt. Passanten hätten die 77-Jährige im Stadtteil Langwasser leblos am Boden liegend gesehen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken . Militär baut Schnee-Unfall In Brandenburg sind mehrere Fahrzeuge einer niederländischen Militärkolonne ineinander gefahren. Die Kolonne war am späten Montagnachmittag auf einer Bundesstraße im Landkreis Potsdam-Mittelmark unterwegs, wie die Polizei am Dienstag in Brandenburg an der Havel mitteilte. Eines der Fahrzeuge sei gegen 16.40 Uhr "aufgrund von unangepasster Fahrweise" von der schneeglatten Straße gerutscht, heißt es in der Mitteilung der Polizei. DWD warnt vor Glätte und Frost In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch könnte es vielerorts ungemütlich werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Hunderte Landkreise und kreisfreie Städte amtliche Warnungen herausgegeben. So werde im Osten lokal gefrierender Sprühregen und Schneegriesel erwartet, erklärten die Meteorologen. Gleichzeitig werde auch im Südwesten und Westen sowie in Bayern mit Niederschlägen gerechnet. Hinzu komme in zahlreichen Regionen leichter Frost zwischen 0 und minus 5 Grad. Ausgenommen hiervon seien nur der Westen, der Oberrheingraben sowie die Küsten. Insgesamt rechne man aufgrund dieser Mischung aus Kälte und Feuchtigkeit vielerorts mit Glätte bis in den Vormittag hinein, so die Meteorologen. Die Warnungen gelten meist bis 10 Uhr. Im Berufsverkehr könnte es deshalb zu gefährlichen Situationen kommen. Autofahrer, aber auch Fußgänger werden gebeten, ihr Verhalten dem Wetter anzupassen, um Unfälle zu vermeiden. Bis zu 10 Zentimeter Neuschnee am Dienstagabend erwartet Nach einer Prognose des Diplom-Meteorologen Özden Terli für t-online kommt es am Nachmittag erneut zu gefrierendem Regen und Schnee. "Betroffen sind dann Teile von Niedersachsen, NRW, Hessen und Teile von Baden-Württemberg und Bayern." Ebenso der Nordwesten des Landes. Der ZDF-Wetterexperte erwartet bis zu 5 Zentimeter Neuschnee, örtlich seien auch 10 Zentimeter möglich. Am Mittwoch verlagert sich demnach der Schneefall in den Westen und Südwesten. Die Wetterwarnungen des DWD am Dienstagvormittag In der Region um Dresden besteht am Dienstagvormittag erhöhte Glättegefahr durch gefrierenden Regen. Der DWD hat eine entsprechende Warnung der Stufe Orange erlassen. Im Rest der Bundesrepublik gelten am Dienstagvormittag weitestgehend amtliche Warnungen vor Glätte und leichtem Frost. Abseits der Küsten herrschen Temperaturen zwischen 0 und minus 5 Grad. In einigen Mittelgebirgslagen sowie in Alpennähe tritt anfangs auch mäßiger Frost mit Temperaturen zwischen minus 5 und minus 9 Grad auf. "Respektlosigkeit erstaunt": Chaos auf Südtirol-Pass - Feuerwehr wählt klare Worte Das nächste Wetterchaos droht Am Dienstag zieht das Schneetief nach Polen ab, nachfolgend baut sich kurzzeitig ein Zwischenhoch auf. Doch schon am Nachmittag greifen neue Tiefdruckausläufer von Westen her auf Deutschland über. Sie bringen erneut Niederschläge – und eine gefährliche Witterung. Deutschland steht damit eine turbulente Wetterwoche bevor. "In diesem Punkt hat er Unrecht": Bundesamt widerspricht Jörg Kachelmann Schnee und Glätte: Schulen in Nordbayern geschlossen Der Wintereinbruch führt im Norden Bayerns weiterhin zu geschlossenen Schulen und Behinderungen, doch größere Unfälle sind zunächst weitgehend ausgeblieben. Die Unfallwelle auf den Straßen sei am Montagabend abgeebbt, in der Nacht habe es sich beruhigt, hieß es am Morgen von den Polizeipräsidien. Dennoch kam es zu diversen Blechschäden, bei mehreren Zusammenstößen waren Leichtverletzte zu beklagen. In Kulmbach rutschte ein 28-Jähriger zudem mit seinem Auto gegen eine Mauer. Er wurde in dem Wagen eingeklemmt und schwer verletzt. Zudem wurde ein Radfahrer durch einen abbrechenden Ast lebensgefährlich verletzt.