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3. Liga: Ex-Bochumer-Torwart Manuel Riemann unterschreibt in Aachen

Lange Zeit war Manuel Riemann in Bochum eine Institution. Doch dann kam es zu einem Skandal. Jetzt hat der Torhüter einen neuen Verein gefunden. Alemannia Aachen hat am Dienstag die Verpflichtung von Manuel Riemann bekannt gegeben. Der 37-jährige Torhüter habe laut Klubmitteilung bereits den Medizincheck absolviert und soll in der Rückrunde die Lücke schließen, die Jan Olschowsky bei seinem Abgang geöffnet hat. Die Leihe von Olschowsky war von seinem Stammverein Borussia Mönchengladbach zuvor abgebrochen worden. Rachid Azzouzi, Geschäftsführer der Abteilung Sport des Drittligisten, sagte, dass Riemann die "Mannschaft sowohl sportlich als auch mit seiner Persönlichkeit verstärken wird". Allerdings bereitete genau diese Riemann in der Vergangenheit auch schon Probleme. Relegationswirbel und Klage in Bochum Ein Rückblick: Nach dem letzten Spiel des regulären Ligabetriebs der Bundesligasaison 2023/2024 stand Riemann plötzlich in den Schlagzeilen. Im Anschluss an die 1:4-Niederlage gegen Werder Bremen , welche die Relegation für Bochum besiegelte, gab der VfL auf seiner Homepage bekannt, dass der Routinier bei beiden Entscheidungsspielen gegen Fortuna Düsseldorf nicht im Kader stehen werde. Als Grund nannte der Verein "unüberbrückbare unterschiedliche Auffassungen zu teaminhaltlichen Themen". Medienberichten zufolge soll Riemann beim besagten Spiel in Bremen gegen seine eigenen Mitspieler gewütet haben. In der Mannschaft sei der Schlussmann auch deshalb höchst umstritten gewesen. Wie Sport1 damals berichtete, fehlte Riemann "innerhalb des Teams jeglicher Rückhalt". Nach dem Klassenerhalt stand er zwar weiter in Bochum unter Vertrag, der VfL gewährte ihm aber zunächst keine Teilnahme am Profitraining. Riemann verklagte den Klub daraufhin. Vor dem Prozess kam es jedoch zu einer außergerichtlichen Einigung zwischen Verein und Spieler. Riemann durfte wieder am Training teilnehmen, wechselte aber im folgenden Winter zum SC Paderborn . Bei den Ostwestfalen blieb er bis zum Sommer 2025. Seitdem war er vereinslos. Jetzt hat er eine neue Aufgabe in Aachen gefunden. Riemann will mit Aachen erfolgreiche Rückrunde spielen "Ich freue mich sehr darauf, ab sofort für die Alemannia aufzulaufen", sagte Riemann. "Der Verein steht für Tradition und Leidenschaft. Ich kann es kaum erwarten, meine Mitspieler kennenzulernen und gemeinsam mit ihnen an einer erfolgreichen Rückrunde zu arbeiten." Aachen steht in der 3. Liga aktuell auf dem 15. Platz und kämpft gegen den Abstieg. Am vergangenen Wochenende konnte das Team von Trainer Mersad Selimbegović immerhin mit 3:2 bei der Zweitvertretung der TSG Hoffenheim gewinnen.

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