«Außergewöhnlich»: Alle loben Abwehr-Monster Fischer
Deutschlands Handballer stehen im EM-Endspiel. Großen Anteil daran hat Kreisläufer Justus Fischer, der gegen Kroatien in der zweiten Hälfte für ein seltenes Highlight sorgt. Für seinen überragenden Triple-Block beim umjubelten 31:28-Sieg der deutschen Handballer im EM-Halbfinale gegen Kroatien wurde Abwehr-Monster Justus Fischer sogar vom Bundestrainer gefeiert. "Er hat in einem Angriff drei Bälle geblockt. Das ist schon außergewöhnlich", lobte Alfred Gislason . Für Torwart Andreas Wolff war die Dreifach-Aktion innerhalb kurzer Zeit schlicht "überragend und rekordverdächtig". Fischer selbst hatte keine Erklärung für seine drei Blocks bei einem Angriff der Kroaten in der zweiten Hälfte. "Ich habe keine Ahnung, wie das funktioniert hat, aber es hat funktioniert. Darüber bin ich happy. Ich habe mich in einen kleinen Flow verteidigt", sagte der Kreisläufer vom Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf und fügte hinzu: "Es kam alles zusammen. Das war eines meiner besten Spiele." Jetzt soll EM-Gold her Der 22-Jährige stabilisierte im Duell mit dem WM-Zweiten aber nicht nur die Abwehr, sondern erwies sich mit vier Toren auch im Angriff als treffsicher. "Justus ist in diesem Turnier endlich so richtig angekommen bei uns, auch was die Stabilität angeht. Er hat nicht nur in diesem Spiel eine sehr gute Leistung gebracht, sondern auch schon vorher", lobte Gislason den U21-Weltmeister von 2023. Der war über seine Leistung in so einem wichtigen Spiel "extrem froh" und blickte optimistisch auf das Endspiel am Sonntag voraus. "Hoffentlich wird das kein Déjà-vu", sagte Fischer mit Blick auf das 2024 gegen Dänemark deutlich verlorene Olympia-Finale und verkündete voller Zuversicht: "Wenn wir über 60 Minuten unsere Leistung bringen, stehen uns die Türen offen. Gold ist möglich."