Unwetterwarnungen in Deutschland: Alarmstufe Rot in zahlreichen Regionen
Erst am Morgen hatte Eisregen Teile von Deutschland heimgesucht. Jetzt rufen die Meteorologen neue amtliche Unwetterwarnungen der zweithöchsten Kategorie aus. In knapp 20 Landkreisen und Städten in Ostdeutschland hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) Alarmstufe Rot und damit die zweithöchste Wetter-Warnstufe ausgerufen. Es herrsche "Gefahr für Leib und Leben" und hohe Glättegefahr durch gefrierenden Regen und Eisansatz. Die Warnungen gelten für Teile von Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Empfohlen wird, den "Aufenthalt im Freien und Fahrten" zu vermeiden. Wer im Auto unterwegs sei, so die Wetterexperten, sollte "möglichst volltanken, Decken und warme Getränke mitführen". Diese Prognose hat es in sich: Der Spätwinter kippt – mit Folgen bis ins Frühjahr Evakuierungen und Straßensperrungen: Wetterchaos legt beliebte Urlaubsländer teilweise lahm Die Meteorologen gehen davon aus, dass die Gefahr in den betroffenen Gebieten noch bis mindestens 21 Uhr andauern wird. Unwetterwarnungen in Deutschland: Chaos im Verkehr Erst am Donnerstagmorgen war in mehreren Regionen im Osten des Landes die zweithöchste Warnstufe ausgerufen worden – ebenfalls wegen gefährlichen Eisregens. Davon war auch die Hauptstadt Berlin betroffen. Zeitweise konnten keine Flugzeuge vom Flughafen BER starten, der Nahverkehr war teilweise lahmgelegt. In Südbrandenburg war der Busverkehr gestört. Die Deutsche Bahn meldete Einschränkungen auf mehreren Fernverkehrsstrecken. Das Wetter in Deutschland wird seit Tagen von einer Grenzwetterlage , also einem Gegeneinander von Hoch- und Tiefdruckfront bestimmt. Der Diplom-Meteorologe Dominik Jung erklärte t-online am Mittwoch: "Die vertikale Temperaturstruktur sorgt dafür, dass Niederschlag zunächst als Schnee fällt, in einer wärmeren Luftschicht schmilzt und am kalten Boden wieder gefriert." Dadurch träten auf engem Raum unterschiedliche Niederschlagsarten auf. "Bereits geringe Temperaturunterschiede entscheiden darüber, ob es schneit, regnet oder Eisregen gibt, was die Lage besonders schwer vorhersehbar und gefährlich macht", so Jung.