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Sozialstaats-Debatte: Mehrheit der Deutschen teilt Merz’ Kritik

Der Bundeskanzler hält den deutschen Sozialstaat für nicht mehr finanzierbar. Diese Einschätzung teilt eine Mehrheit im Land, wie eine neue Umfrage zeigt. Knapp zwei Drittel der Bürger in Deutschland halten den Sozialstaat laut einer Forsa-Umfrage in seiner heutigen Form für nicht mehr finanzierbar. In der repräsentativen Befragung im Auftrag von "Stern" und RTL stellten sich 64 Prozent hinter diese Einschätzung, 34 Prozent widersprachen. Zwei Prozent äußerten sich nicht. Damit teilt eine Mehrheit der Befragten die Auffassung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der schon im Sommer 2025 gesagt hatte: "Der Sozialstaat, wie wir ihn heute haben, ist mit dem, was wir volkswirtschaftlich leisten, nicht mehr finanzierbar." Über eine Reform des Sozialstaats wird seit Monaten heftig diskutiert. Aus den Reihen von Union und SPD kommen immer neue Vorschläge. Viele der Einzelvorschläge zu Sozialreformen, etwa zur Teilzeit oder dem Zahnersatz, hatten die Bürger laut anderen Umfragen allerdings abgelehnt. Aktuelle Umfragen zeigen enges Rennen: Landtagswahl in Baden-Württemberg Erstmals nach Kanzlerschaft: Merkel verkündet überraschenden Auftritt Mehrheit zweifelt an Finanzierbarkeit des Sozialstaats Die Zweifel an der Finanzierbarkeit des Sozialstaats sind vor allem bei den Anhängern der Union (79 Prozent) und der AfD (84 Prozent) groß. Aber auch die Mehrheit der Wähler der SPD sehen das so (58 Prozent). Damit zeigen sich klar Unterschiede im linken Lager: Die Mehrheit der Anhänger der Grünen (57 Prozent) und der Linke (66 Prozent) sieht keine grundsätzlichen Finanzprobleme des Sozialstaats. Für die repräsentative Umfrage befragte Forsa im Auftrag des "Stern" und von RTL Deutschland am 5. und 6. Februar 2026 1006 Menschen. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus drei Prozentpunkten.

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