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Marius Borg Høiby: Sohn von Mette-Marit widerspricht sich vor Gericht

Am fünften Prozesstag geht es um den schwersten der Vorwürfe im Prozess gegen Marius Borg Høiby. Er bestreitet, eine Frau während eines Surf-Trips vergewaltigt zu haben. Bei einem gemeinsamen Surfurlaub im Oktober 2023 mit Kronprinz Haakon auf den Lofoten hatten sich Marius Borg Høiby und das mutmaßliche Opfer auf der Dating-App Tinder kennengelernt. Sie sollen erst einen Filmabend besucht und dann in einer Gruppe gefeiert haben. Danach sollen sie sich in ein Zimmer der Wohnung, die sich das mutmaßliche Opfer mit Freunden geteilt hatte, zurückgezogen haben. Die gemeinsame Nacht endet nun in einem Vergewaltigungs-Prozess – mit Høiby auf der Anklagebank. Er wird beschuldigt, die Frau vergewaltigt zu haben, während sie schlief. Außerdem soll er knapp fünf Sekunden lang ihren nackten Unterleib gefilmt haben. Das mutmaßliche Opfer sagt am Dienstag laut der norwegischen Tageszeitung "VG" aus, sie und Høiby hätten zunächst mehr als einmal einvernehmlichen Sex gehabt. Er habe zwischendurch mehrfach den Raum verlassen und sie sei eingenickt, weil sie so müde gewesen sei. Einmal sei sie aufgewacht, als er das Zimmer wieder betreten habe – danach hätten sie erneut Sex gehabt. Einmal aber sei sie erst zu sich gekommen, als er schon in sie eingedrungen sei. "Ich erinnere mich, wie ich aufgewacht bin und einen kleinen Schock bekommen habe", schildert sie. "Danach lag ich einfach nur da und habe nichts getan. Ich war wie gelähmt und hatte die Augen geschlossen. Als ich wieder zu mir kam, war es vorbei." "Ich habe keinen Sex mit Frauen, die schlafen" Høiby bestreitet die Vergewaltigung. Er sagt vor Gericht: "Ich werde hier beschuldigt, mit ihr Sex gehabt zu haben, ohne dass sie wach war. Was um alles in der Welt sollte der Sinn davon sein?" Zusätzlich betont er: "Ich habe keinen Sex mit Frauen, die schlafen." Das steht allerdings im Widerspruch zu einer Aussage vom dritten Prozesstag. Darauf weist ihn der Staatsanwalt hin. "Erinnern Sie sich, dass Sie vorige Woche gesagt haben, dass Sie mit einer Frau vereinbart hatten, dass Sie den Sex beenden können, während sie schläft?" Høiby entgegnet, dass es sich dabei um ein spezifisches Ereignis gehandelt habe. Mette-Marit, Marius und Epstein: Jetzt wird es existenziell Anwalt äußert sich: Marius Borg Høiby bricht bei Prozess zusammen Wörtlich sagte Høiby am 5. Februar jedoch: "Manchmal waren die Frauen müde, und dann haben sie gesagt, dass ich einfach weitermachen kann. Manchmal habe ich auch nicht gemerkt, dass sie eingeschlafen sind, aber es gab da diese Absprache.“ Im Laufe des Prozesses am Dienstag greift Høiby zur Snus-Dose. Der Oraltabak wird in die Wangentaschen gesteckt und über die Mundschleimhaut aufgenommen. Sie sorgen kurzfristig für Wachheit, Entspannung und gesteigerte Konzentration. Nach rund 70 Minuten im Zeugenstand bittet er dennoch um eine Pause. "Ich werde langsam richtig müde", merkt Høiby an. Der Prozesstag endet damit. Von der Anklagebank geht es für Marius Borg Høiby direkt zurück in die Untersuchungshaft. Dort sitzt der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, nachdem er kurz vor Auftakt des Prozesses Anfang Februar erneut festgenommen worden war. Er soll mit einem Messer gedroht und gegen ein Kontaktverbot verstoßen haben. Diese Vorwürfe bestreitet Høiby laut der Nachrichtenagentur NTB.

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