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Ägyptens vergessener Rivale: die antike Großmacht der Hethiter

In diesem Zeitzeichen erzählt Marfa Heimbach:
  • wie Zufallsfunde im 19. Jahrhundert das Großreich der Hethiter wieder ans Licht der Geschichte bringen,
  • warum der britische Forscher Archibald Sayce Ausgangs des 19. Jahrhunderts für seine Theorien belächelt wird,
  • wer hinter dem etwas merkwürdigen Namen Schuppiluliuma steckt,
  • warum das hethitische Reich von Anbeginn auf Messers Schneide steht.

Das Reich der Hethiter ist zwischen 1.600 und 1.200 v. Chr. der große Rivale Ägyptens. Vielleicht sogar der militärisch überlegene Rivale. Funde belegen, dass die Hethiter als erste das Speichenrad verwenden, leichter und wendiger als die behäbigen Scheibenräder der Ägypter. Sie sind Pioniere der Eisenverarbeitung und entwickeln eine frühe Form der Stahlgewinnung. Ideal für Waffen und Werkzeug.

Ihr Untergang ist rätselhaft und ihre Spuren verlieren sich für über 3.000 Jahre im Dunkel der Geschichte. Herodot, der Vater der Geschichtsschreibung, erwähnt sie schon im 5. Jahrhundert vor Chr. nicht mehr.

Doch im 19. Jahrhundert gibt es Zufallsfunde. Ohne Zusammenhang, Tausende Kilometer voneinander entfernt. Seit 120 Jahren graben Archäologen nun in Hattuscha/Boğazköy (Zentralanatolien) und sammeln jedes Jahr mehr Wissen über die Hethiter. Das archäologische Puzzle fügt sich Stück für Stück zusammen und lässt das versunkene Großreich der Hethiter wieder ins Licht der Geschichte treten.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Professor Dr. Andreas Schachner, Altorientalischer Archäologe, Deutsches Archäologisches Institut Istanbul
  • Andreas Schachner: Hattuscha - Auf der Suche nach dem sagenhaften Großreich der Hethiter. 2021.
  • C.W. Ceram: Enge Schlucht und Schwarzer Berg. 1955.
  • Jörg Klinger: Die Hethiter. 2012.
  • Horst Klengel: Hattuschili und Ramses - ihr langer Weg zum Frieden. 2002.

Weiterführende Links:

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Marfa Heimbach
Redaktion: Carolin Rückl, Sefa Inci Suvak
Technik: Nicolas Dohle ]]>

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