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Olympia 2026: Vorteile beim Wachs – Norwegen droht ein Nachspiel

Finnland erwägt nach dem Olympia-Sprint den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof. Es geht um die norwegischen Langläufer. Den norwegischen Skilangläufern um Johannes Høsflot Klæbo droht nach ihrem dominanten Auftritt beim Olympia-Sprint in Mailand und Cortina großer Ärger. Weil die Norweger am Dienstag offenbar einen Vorteil beim Wachsen erhalten haben, erwägt Konkurrent Finnland sogar den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof Cas. Das Team der USA soll zudem unzulässige Wachs-Techniken benutzt haben. Der oberste Sportdirektor des Nationalen Olympischen Komitees Finnlands, Janne Hänninen, bestätigte im nationalen Rundfunk Yle: "Wir untersuchen die Angelegenheit gründlich und prüfen alle Möglichkeiten." Auch dem US-Team werden unzulässige Wachs-Techniken vorgeworfen. Im Fall der Norweger geht es um eine elektrische Maschine zur Fettbehandlung beim Wachsen, die das Team mit an die Wettkampfstrecke gebracht hatte. Für diese hatte sich Norwegen zuvor eine Genehmigung des Weltverbandes Fis eingeholt. Der Weltverband, und dagegen richtet sich der Protest, informierte allerdings die anderen Nationen nicht über den zulässigen Einsatz einer solchen Gerätschaft. Die Fis entschuldigte sich dafür in einer Stellungnahme, die Yle vorliegt. DSV reagiert: "Kommunikation war mangelhaft" Auch der Deutsche Skiverband (DSV) kritisierte den Weltverband. "Das ist ein Fehler der Fis, der nicht passieren darf, schon gar nicht bei einem Großereignis wie Olympia . Die Kommunikation war schlichtweg mangelhaft", sagte DSV-Vorstand Stefan Schwarzbach dem Sport-Informations-Dienst. Italiens deutscher Nationaltrainer Markus Cramer informierte am Donnerstag andere Mannschaften über Norwegens Praktiken, und vor allem die Finnen zürnten. Lauri Vuorinen, der hinter Norwegens Topstar Klæbo sowie Ben Ogden (USA) und Oskar Opstad Vike (Norwegen) Vierter geworden war, sei "moralischer Olympiasieger", sagte Finnlands Cheftechniker Heikki Tonteri. Die Läufer aus Norwegen und den USA schienen vor allem an den Anstiegen der Konkurrenz überlegen. Die US-Amerikaner hatten hingegen eine Flüssigkeit eingesetzt, bei der es sich laut Cramer vermutlich um ein flüssiges Schmiermittel gehandelt haben soll. Der Einsatz von Flüssigkeiten, sei es Flüssigwachs oder auch nur Wasser, ist während der Sprintrunden strengstens verboten. Der Cheftechniker der USA hat sich laut Yle beim Teamleiter für den Vorfall entschuldigt.

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