World News

Skiunfall im Ausland: Diese Versicherungen schützen vor hohen Kosten

Ein Sturz auf der Piste kann nicht nur schmerzhaft, sondern auch teuer werden. Wer im Winterurlaub falsch versichert ist, riskiert schnell hohe Kosten. Rund 13 Millionen Deutsche fahren laut Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) jeden Winter in den Ski- oder Winterurlaub – also etwa jede sechste bis siebte Person. Die Sehnsucht nach verschneiten Pisten ist groß. Doch selbst Profis sind nicht vor schweren Stürzen gefeit: Die US-Abfahrtsläuferin Lindsey Vonn zog sich jüngst bei den Olympischen Spielen in Cortina d'Ampezzo einen komplexen Schienbeinbruch zu, der mehrere Operationen nötig machte. Auch für Freizeitsportler kann es teuer werden. Laut dem unabhängigen Geldratgeber "Finanztip" kostet ein Kreuzbandriss oder eine Rippenfraktur in Österreich schnell rund 11.000 Euro für Behandlung und Klinikaufenthalt. Wer zahlt das? Und welche Policen brauchen Sie wirklich, damit der Wintertraum nicht zum finanziellen Albtraum wird? Teurer Sturz: So vermeiden Sie finanzielle Fallstricke Eine Bergung per Hubschrauber, Krankenhausaufenthalte, ein Rücktransport nach Deutschland oder ein vorzeitiger Reiseabbruch verursachen schnell hohe Rechnungen. "Ohne passenden Versicherungsschutz kann ein Unfall existenziell teuer werden", warnt Nathanael Häfner, Versicherungsexperte bei "Finanztip". Im Schnitt kostet ein Skiunfall rund 8.000 Euro, zeigen Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Wer nicht vorsorgt, bleibt womöglich auf einem großen Teil der Kosten sitzen. Auslandsreisekrankenversicherung: Kleiner Beitrag, großer Schutz Ihre gesetzliche Krankenkasse übernimmt im Ausland oft nur eingeschränkte Leistungen. Gerade beim Wintersport kann das zum Problem werden. Eine Auslandsreisekrankenversicherung schützt Sie vor hohen Behandlungskosten. Achten Sie darauf, dass sie ambulante und stationäre Behandlungen sowie Rettungs- und Bergungskosten – etwa per Hubschrauber – abdeckt. Krank im Urlaub: Reicht die Versicherung per Kreditkarte? Im Urlaub zum Arzt: Das zahlt die gesetzliche Krankenkasse Wichtig ist auch der medizinisch sinnvolle Rücktransport nach Deutschland. Das bedeutet: Die Versicherung zahlt den Heimtransport, wenn er aus ärztlicher Sicht sinnvoll ist – nicht erst, wenn er zwingend notwendig wird. "Für das, was sie leistet, ist die Auslandsreisekrankenversicherung ein echtes Schnäppchen", sagt Häfner. Gute Policen gibt es für Singles bereits ab rund zehn Euro im Jahr, Familien zahlen etwa 30 Euro. Haftpflicht auf der Piste: In Italien sogar Pflicht Wer in Italien Ski fährt, muss seit dem 1. Januar 2022 eine private Haftpflichtversicherung nachweisen. Den Beleg verlangen Anbieter beim Kauf des Skipasses oder direkt im Skigebiet . Wer ohne Versicherung unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld zwischen 100 und 150 Euro. Die private Haftpflichtversicherung springt ein, wenn Sie anderen einen Schaden zufügen – etwa bei einer Kollision auf der Piste. Sie übernimmt Kosten für Personen- oder Sachschäden, auch wenn Sie grob fahrlässig handeln. Singles erhalten gute Tarife ab rund 30 Euro im Jahr, Familien zahlen etwa 50 Euro. Nehmen Sie die Versicherungsbestätigung mit in den Urlaub. Reiserücktritt und Reiseabbruch: Diese Klausel ist entscheidend Ein Unfall kann bereits vor Reisebeginn alles ändern – nämlich dann, wenn die Reise gar nicht erst angetreten werden kann. Urlauber bleiben schlimmstenfalls auf mehreren Tausend Euro sitzen, erklärt Häfner. Eine Reiserücktrittsversicherung greift, wenn Sie die Reise aus einem versicherten Grund nicht antreten können. Treppensturz vor dem Abflug: Welche Reiseversicherung zahlt? Schutz vor Risiken: Fünf Versicherungen, die jeder haben sollte Achten Sie unbedingt darauf, dass der Tarif auch einen Reiseabbruchschutz enthält. Er übernimmt Kosten, wenn Sie den Urlaub vorzeitig beenden müssen. "Finanztip" empfiehlt Tarife, die bei einem Abbruch in der ersten Hälfte der Reise oder bis zum achten Urlaubstag den vollen Reisepreis erstatten. Unfallversicherung: Sinnvoll für regelmäßige Wintersportler? Wer regelmäßig Ski oder Snowboard fährt, setzt sich einem höheren Risiko aus. Für diese Gruppe kann eine private Unfallversicherung sinnvoll sein. Sie zahlt etwa bei dauerhaften Beeinträchtigungen, leistet bei Invalidität oder übernimmt Kosten für notwendige Umbauten nach einem schweren Unfall – zum Beispiel für einen Treppenlift oder den barrierefreien Umbau des Badezimmers, wenn Sie Ihren Alltag sonst nicht mehr selbstständig bewältigen können. Gute Tarife kosten zwischen fünf und 20 Euro im Monat, für Menschen unter 30 Jahren oft weniger. Trotzdem rät Häfner zur Zurückhaltung: "Die meisten brauchen eine Unfallversicherung aber nicht", sagt der Experte.

Читайте на сайте