Nachberichte ProA 23. Spieltag
13.02.2026 19:30 Uhr // SBB Baskets Wolmirstedt vs. GIESSEN 46ers 88:92
„Es war eine schwere Geburt, aber das Kind ist gesund!“ Keine Worte dieser Welt hätten die Partie des 23. Spieltages der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA besser beschreiben können als die des Freundes des Giessener Headcoach Branislav Ignjatovic, Ingo Klimmey. Denn der 92:88 (40:41)-Erfolg des Altmeisters von der Lahn bei Aufsteiger SBB Baskets Wolmirstedt glich einem langen Kampf.
Kein Wunder also, dass Branislav Ignjatovic davon sprach, dass es „heute keinen Schönheitspreis zu gewinnen“ gegeben habe, dass „einzig und allein die zwei Punkte zählen. Der Sieg war enorm wichtig. Wir haben Moral bewiesen und uns endlich auch mal wieder in einem engen Match belohnt. Ich merke, es kommen bessere Zeiten.“ Luis König Figge dankte Kyle Castlin: „Er war am Ende überragend!“ „KC hat am Ende die Nerven behalten und uns gerettet“, freute sich Ignjatovic über einen seiner Helden des Abends.
„Unsere Schussquote hat zwar wieder einmal zu wünschen übriggelassen, dennoch haben wir auswärts 92 Punkte markiert“, wunderte sich „Frenki“ Ignjatovic ein wenig über die starke Offensivleistung. „Der Sieg war aber verdient, ich bin echt stolz auf meine Jungs!“ Das konnte der 46ers-Übungsleiter auch sein, denn von Beginn an machten die Mittelhessen klar, dass sie in die Playoffs wollen.
Beim dritten Nachfassen durch Till Gloger zum zwischenzeitlichen 9:9 (4.), beim krachenden Dunk von Jonathan Maier zum 22:21 (10.), beim 62:55 (30.) von Robin Benzing, der den bulligen Fabien Kondo wie in einer Telefonzelle frisch machte, beim 72:61 durch Kyle Castlin, der einen Tempogegenstoß abrupt abstoppte, um hinter der Dreierlinie zu vollenden, erst recht aber beim 74:61 von Kyle Castlin nach Steal unter dem eigenen Korb kam das Giessener Selbstbewusstsein zum Vorschein.
Dass der 59-Jährige Ignjatovic nach der Schlusssirene mit der Becker-Faust über das Parkett bretterte, war ihm nicht zu verdenken, schließlich waren die letzten Monate für ihn kein Zuckerschlecken. „Dass so viele von euch mitgefahren sind, obwohl unsere Saison bisher eher bescheiden war, ist großartig“, wandte sich der Deutsch-Serbe freudig winkend an die auf der Tribüne nach ihm rufenden 46ers-Anhänger. „Ihr seid einmalig.“
14.02.2026 18:30 Uhr // Nürnberg Falcons BC vs. HAKRO Merlins Crailsheim 65:90
In diesem Jahr sind die HAKRO Merlins noch ungeschlagen. Zur aktuellen Siegesserie aus acht Spielen sollte in Nürnberg ein weiterer Erfolg dazukommen. Headcoach David McCray konnte erstmals nach zwei Partien wieder aus dem Vollen schöpfen, als Vinnie Shahid, der zuletzt zwei Partien aufgrund einer Gehirnerschütterung verpasste, in den Kader der Zauberer zurückkehrte.
Der Start in die Partie begann für beide Teams holprig. Gaines eröffnete schließlich nach fast zwei Minuten das Spiel von der Freiwurflinie, woraufhin die Gastgeber jedoch sofort mit einem Führungswechsel antworteten. Doch die Gäste kamen nun richtig in Fahrt. Shahid traf von der Freiwurflinie zur ersten zweistelligen Führung (9:19). Und wieder war es Shahid, der mit der Schlusssirene weitere zwei Zähler addierte und mit 9:21 die Mannschaften in die erste Pause verabschiedete.
Auch ins zweite Viertel starten die Crailsheimer mit den ersten Punkten. Per And-One erhöhte Gardner, ehe die Falcons punkteten und David McCray zu seiner ersten Auszeit brachten (13:24). Diese zeigte sofort Wirkung und nun waren es die Nürnberger die in Bedrängnis gerieten. De Oliveira war es, der durch drei weitere Punkte den Vorsprung auf über 20 Punkte zu erhöhen, bevor seine Teamkollegen weitere Zähler addierten und die Mannschaften mit 49:25 in die Kabinen verschwanden.
Auch nach dem Seitenwechsel ließen die Gäste nichts anbrennen. Immer wieder fanden die Würfe der Zauberer die Reuse und erhöhten die Führung schnell auf 30 Zähler (31:62, 23. Minute). Whitt, Lagerpusch und Taylor nutzen jedoch eine punktearme Phase der Merlins, um sich wieder ein wenig heranzuspielen. Nach einem 7:3-Lauf der Hohenloher war jedoch alles wieder zum Ausgangspunkt zurückgekehrt. Komfortabel in Führung ging es schließlich mit 75:45 in die letzte Unterbrechung des Spiels.
Zum Start des letzten Viertels mussten die Zauberer ein Weile auf die ersten Punkte warten. Nach über drei gespielten Minuten erlöste Welp die Crailsheimer von ihrer Trockenphase. Nun trafen die Zauberer immer wieder die Reuse und spielten sich in einen Rausch. Den Gastgebern war die bevorstehende Niederlage längst bewusst. Beim Stand von 65:90 ertönte die Schlusssirene und besiegelte den neunten Erfolg in Reihe für die Merlins.
14.02.2026 18:30 Uhr // BG Göttingen vs. Paderborn Baskets 105:99
Der BG Göttingen ist die Revanche erneut geglückt. In der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA gewann die Mannschaft von BG-Headcoach Fabian Strauß am Samstagabend gegen die Paderborn Baskets nach Verlängerung 105:99 (46:41, 92:92). Vor 2.217 Zuschauenden in der Sparkassen-Arena zeigten beiden Mannschaften eine kämpferische Leistung, in der es elf Führungswechsel gab und sich die Veilchen nur einmal zweistellig absetzten.
Die Veilchen hatten Probleme, in der Offensive ihren Rhythmus zu finden. Erst nach mehr als drei Minuten erlöste Wes Dreamer die BG-Fans mit seinen Punkten zum 2:7. Kurz darauf verkürzte Jackson von außen auf 5:9, doch die Paderborner zwangen die Göttinger weiterhin zu schweren Würfen. Hendrik Drescher traf von außen zum 15:19, kurz darauf schloss Jackson den 7:0-Lauf zum 19:19 ab. Jalen Johnson stellte den 19:21-Viertelendstand her.
Im zweiten Abschnitt lief es im Angriff besser für die Hausherren. Nach einem Block von Mathis Mönninghoff schloss Daniel Kirchner den Schnellangriff per Dreier zur ersten BG-Führung ab (27:25). Beide Teams bewegten sich nun auf Augenhöhe. Die Paderborner blieben gefährlich, sodass der wieder genesene Eyassu Worku per Dreier auf 39:36 verkürzte. In die Halbzeitpause gingen die Veilchen mit einer 46:41-Führung.
Nach dem Seitenwechsel gaben die Hausherren Gas und bauten ihren Vorsprung durch zwei Dreier erstmals zweistellig aus (52:41). Doch die Baskets ließen sich davon nicht beeindrucken und konterten zum 52:46 (24.). Mönninghoff verschaffte seinem Team wieder ein wenig Luft (57:48). Matej Silic schloss einen 0:8-Lauf zum 59:60 ab. Nils Schmitz holte die BG-Führung zurück; Sears baute diese wieder etwas aus (65:60). So ging es für sie mit einer knappen 69:68-Führung in den Schlussabschnitt.
Im letzten Viertel gaben die Paderborner noch einmal alles, während die BG keine guten Lösungen fand. Johnson baute den Baskets-Vorsprung auf 71:75 aus. Nach einem Drei-Punkte-Spiel von Julius Böhmer holte sich die BG die Führung zurück (80:79). Der Däne Jonathan Klussmann traf einen Dreier zum 91:92, im Gegenzug verpassten die Göttinger die Führung und mussten foulen, um noch eine Chance zu haben. Der sonst so sichere Klussmann vergab beide Freiwürfe. Beim letzten Angriff wurde Kirchner gefoult. Der Guard traf nur einen Freiwurf zum Ausgleich. So ging es in die Verlängerung.
Im Extra-Abschnitt zeigten sich die Erfahrenheit des Strauß-Teams, dass gleich 96:92 in Front ging. Die Baskets hatten Möglichkeiten, die Partie weiterhin sehr eng zu halten, vergaben allerdings vier Freiwürfe hintereinander, sodass die BG zum 102:96 traf. Die Gastgeber machten die Tür für Paderborn noch einmal auf, als sie Osawe ein Drei-Punkte-Spiel zum 102:99 gestatteten, doch der starke Böhmer sicherte den Sieg mit seinem Dreier zum 105:99.
14.02.2026 19:00 Uhr // VfL SparkassenStars Bochum vs. Phoenix Hagen 92:102
Es war alles drin in diesem Derby am 23. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Die VfL SparkassenStars Bochum lieferten dem Spitzenreiter Phoenix Hagen einen großen Fight, am Ende mussten sie sich aber unter anderem aufgrund einer unglaublichen Dreierquote der Gäste und einem überragenden Devin Schmidt geschlagen geben.
Beide Fanlager pushten ihre Teams von Beginn an lautstark und die Partie begann auch rasant. Hochprozentig trafen sie beide und lagen zunächst Kopf-an-Kopf. Ein 11:0-Lauf der Hagener zwang Bochums Headcoach Felix Banobre dann aber nach 5 Minuten zu einer ersten Auszeit. Danach kann sie wieder etwas näher heran, dennoch gewann Hagen das erste Viertel mit 27:20.
Dravon Mangum und Antonio Williams verkürzten den Rückstand zu Beginn des zweiten Viertels auf nur noch drei Punkte. Wie so oft an diesem Abend hatte Hagen die richtige Antwort parat Graves und Schwieger trafen jeweils für Drei und ließen die Partie nicht kippen. 2 Minuten vor der Halbzeit versenkte Omuvwie einen Dreier und baute damit den Vorsprung auf 12 Punkte für die Feuervögel aus. Die SparkassenStars lagen vor den letzten beiden Vierteln mit 16 Punkten zurück (37:53).
Im dritten Viertel begann dann die Devin Schmidt Show. Mit vier Dreiern in drei Minuten sorgte er für eine Vorentscheidung. Die „Kopf ab“-Geste und das überflüssige unsportliche Foul gegen Niklas Geske im direkten Anschluss hinterließen aber einen bitteren Beigeschmack. Der Rückstand der Bochumer war nun auf 21 Punkte angewachsen. Bis zum Viertelende konnten die Gastgeber auf 60:77 verkürzen. Und sie gaben sich nicht auf, kämpften sich über intensive Defense und viele Ballgewinnen heran.
Kurzzeitig wankte der Tabellenführer etwas, als der Rückstand auf unter 10 Punkte fiel. Aber egal wer von der Bank kommt, jeder hat die individuelle Klasse, um das Team aus solchen Situationen heraus zu manövrieren. Tim Uhlemann sorgte mit einem Dreier dafür, dass der Vorsprung wieder auf 14 Punkte anwuchs. Bochum gab nicht auf und warf bis zum Schluss alles in die Waagschale. Das honorierten die Fans und feierten ihr Team trotz der 92-102 Niederlage mit stehenden Ovationen.
14.02.2026 19:00 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. EPG Baskets Koblenz 84:68
Zum 23. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga Saison 2025/2026 konnten die Bozic Knights den 13. Saisonsieg einfahren und stehen in der Tabelle auf Platz sechs. Gegen angeschlagenen Koblenzer reicht ein starkes drittes Viertel, um sich beim 84:68 Heimerfolg die Punkte zu sichern.
Die Ritter kamen engagiert und intensiv in die Partie, gingen folgerichtig auch relativ früh zweistellig in Führung, doch von da an schalteten die Teckstädter einen Gang zurück. Offene Bälle wanderten zu den Koblenzern, die aufopferungsvoll kämpften und sich ins Spiel verbissen. So schwankte das Spiel von Minute zu Minute. Im ersten Viertel hielten die Teckstädter noch den Vorsprung (22:14), jedoch gehörte den Baskets Viertel Nr. zwei.
„Hier fehlt es uns an Erfahrung. Den Fehler machen wir nicht zum ersten Mal in der Saison, dass wir sehen und fühlen, dass wir die bessere Mannschaft sind und dann von unserem Stil ablassen und uns in dumme Aktionen verstricken, nicht mehr mit der gleichen Konzentration agieren und nur noch mit 90% spielen,“ ergänzt Schmidt. Entsprechend deutlich dürfte die Halbzeitansprache gewesen sein, denn die Gastgeber kamen mit völlig veränderter Körpersprache zurück aufs Feld.
Zwar saßen zu Beginn die freien Würfe nicht, aber in der Defensive wurde nun kompromisslos und konsequent agiert. Die Halle honorierte den Einsatz mit lautstarkem Support. Die Koblenzer waren nun überfordert und konnten dem Energierschwall der Ritter wenig entgegensetzen. Nach dem dritten Viertel stand es 69:48. Die Vorentscheidung im Spiel.
Doch erneut bissen sich die Gäste zurück ins Spiel, gaben nicht auf und wie zu Beginn des Spiels begangen die Kirchheimer den Fehler zu früh etwas Schwung herauszunehmen, sodass der Spielstand drauf und dran war auf unter zehn Punkten Vorsprung zu fallen. Die Knights brauchten einige Minuten um sich nochmals neu zu fokussieren und mit einigen wichtigen Aktionen durch Tyrel Morgan, den letztlich verdienten Sieg nach Hause zu bringen.
14.02.2026 19:30 Uhr // Tigers Tübingen vs. BBC Bayreuth 66:84
Mit einer dominanten Leistung ab Mitte des dritten Viertels sicherte sich der BBC Bayreuth am 23. Spieltag der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA einen wichtigen 84:66 (35:36) -Auswärtssieg im Abstiegskampf bei den Tigers Tübingen und rückt damit in der Tabelle auf Rang zwölf nach vorne.
Lenny Liedtke brachte Bayreuth nach starker Penetration mit 2:0 in Front, Rayshawn Mart erhöhte auf 4:0 und 6:2. Tehree Horn machte mit dem ersten Dreier der Partie zum 11:2 den guten Start des BBC perfekt. In der Folge kämpften sich die Tigers auf 9:11 heran. Horn erwiderte mit einem Dreier zum 14:9 und Liedtke ließ das 16:9 folgen. Mart erhöhte weiter auf 18:9. Horn machte den Bayreuther Vorsprung mit dem 24:13 zum Ende des ersten Viertels zweistellig.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts verkürzte Tübingen auf 21:24. Liedtke beendete den 8:0-Run der Gastgeber mit den ersten Bayreuther Punkten nach vier Minuten im zweiten Viertel zum 26:21. Till Jönke brachte die Gäste wieder auf 25:26 heran. Nach Freiwurftreffern des beim Dreier gefoulten Allen stand es eine Minute vor der Halbzeit 35:30 für die Gäste. Dann drehten die Tübinger aber nochmal auf und gingen nach einem 6:0-Run in den letzten 60 Sekunden mit einer 36:35-Führung in die Halbzeitpause.
Nach fast zwei Minuten im dritten Viertel erhöhte Jönke für Tübingen auf 38:35, Mart verkürzte im Gegenzug auf 37:38 und brachte im Anschluss den BBC mit einem Drei-Punkte-Spiel wieder mit 40:38 in Führung. Die Partie blieb absolut eng und intensiv. Felix Edwardsson erhöhte für die Tigers mit einem Dreier auf 48:43. Allen traf zum 47:48 und stellte anschließend mit einem Dreier auf 50:48 für den BBC. Cantia Rahming traf einen seiner beiden Freiwürfe zum 59:50 nach 30 Minuten.
Mart stellte zu Beginn des Schlussviertels auf 61:52 für den BBC. Nach einem unsportlichen Foul gegen Rahming verkürzten die Tigers in der Folge auf 61:55. Jönke brachte Tübingen weiter auf 61:57 heran. Allen machte den Vorsprung mit 69:59 nach knapp 34 Minuten zweistellig. Tübingen verkürzte dann wieder nach einem 6:0-Lauf auf 72:65. Diallo dunkte noch zum Endstand von 84:66. Man hatte damit nicht nur den Sieg, sondern auch den direkten Vergleich gegen die Tigers geholt.
14.02.2026 19:30 Uhr // Uni Baskets Münster vs. Bayer Giants Leverkusen 84:80
Chance zur Weichenstellung im direkten Duell um den Klassenerhalt in mental starker Manier genutzt: Die Uni Baskets feierten am Samstagabend beim 84:80 (46:41) gegen Bayer Giants Leverkusen ihren sechsten Saisonerfolg. Als Tabellen-17. sind die Uni Baskets jetzt punktgleich mit Leverkusen (18.) und den SBB Baskets (16.).
Beide Trainer erwarteten kein schönes, sondern ein kampfbetontes Spiel. Es kam anders. Es war vom Hochball an ebenso attraktiv wie kampfbetont im Auftaktviertel. Etwas treffsicherer kam der Gast – insbesondere über acht Zähler von Dennis Heinzmann – hinein (9:13). Dann verwandelten die Gastgeber nach sehr guten Defensivsequenzen und mehrfach guter Ballbewegung die ersten Dreier zum Führungswechsel (17:13). Leverkusen übernahm wieder leicht das Kommando, sorgte für den neuerlichen, knappen Vorsprung nach den ersten zehn Minuten: 23:24.
In den zweiten zehn Minuten setzten beide Offensivreihen zunächst weniger Akzente, forciert auch durch gute Defensivarbeit beiderseits. Philipp Alston glich aus (26:26, 13.). Andrew O’Brien leitete den ersten kleineren Lauf der Münsteraner ein. Nun lautete weiterhin Heinzmann versus Uni Baskets das Match-up der Partie. Der Leverkusener Big Man verkürzte nach seinem nächsten Korbleger auf 41:37. Oli Pahnke erkämpfte Freiwürfe und beendete die erste Hälfte von der Linie zur 46:41-Pausenführung.
Nach Wiederbeginn stellten die Uni Baskets auf 56:49 (24.), bevor der Gastgeber dann den Fokus verlor. Leverkusen glich schnell per 7:0-Lauf aus (56:56, 25.). Mental starke Uni Baskets ließen den Führungswechsel aber nicht zu, auch wenn Dennis Heinzmann weiter scorte. Im Gegenteil: Mit einem klasse Schlussspurt im dritten Viertel schlugen sie über einen 7:0-Lauf zurück. Andrew O’Brien traf unorthodox per Dreier zur 8-Punkte-Führung vor dem packenden Schlussviertel (70:62).
Das letzte Viertel ging für beide Mannschaften in den roten Bereich. Münster forcierte über hohe defensive Intensität Turnover der Giants, versäumte es aber mehrfach, daraus Kapital zur Vorentscheidung zu schlagen. Über seine Defensive hielt das Rohdewald-Team den knapp zweistelligen Vorsprung bis in die Crunchtime (83:74, 36.). Letzte Freiwürfe der Giants schienen den Abend noch mal unschöner enden zu lassen. Dennis Heinzmann ließ aber einen liegen (83:80). Der dritte Heimsieg war deshalb 4,5 Sekunden vor dem Ende nicht mehr in Gefahr.
15.02.2026 17:00 Uhr // Artland Dragons vs. PS Karlsruhe LIONS 87:94
Nach zuletzt drei Niederlagen und in einer Situation großer Personalsorgen sind die PS Karlsruhe LIONS am 23. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA über sich hinausgewachsen und konnten ihre Negativserie erfolgreich stoppen. Beim favorisierten Tabellenfünften, den Artland Dragons, konnten die LIONS nach 40 kräftezehrenden Minuten verdient jubeln. Endstand am 15. Februar in Quakenbrück: 87:94.
In einer spielerisch ausgeglichenen Anfangsphase zeigten sich die LIONS physisch sehr präsent, zogen ihr schnelles Umschaltspiel auf und setzten immer wieder nach. Der Ausfall der beiden verletzten Big Men Maurice Pluskota und Wesley Oba wurde von Headcoach Demond Greenes Team erstaunlich gut kompensiert. Die Hausherren nahmen eine 26:23-Führung mit in den zweiten Abschnitt, in dem Karlsruhe das Fundament für den späteren Sieg legte.
Die Gäste machten das Spiel immer wieder schnell, ließen den Ball gut zirkulieren, trafen die richtige Wurfauswahl und setzten in Minute 17 – nach dem Ausgleich und in einer zunehmend hitzigen Phase – ein Ausrufezeichen: Binnen weniger als 60 Sekunden schraubten die LIONS den Spielstand von 36:37 auf 36:48. Isaiah Hart sorgte dann mit einem weiten Dreier-Buzzerbeater für den Schlusspunkt hinter der ersten Halbzeit. Beim Stand von 42:52 wurden die Seiten gewechselt.
Artland fand nun wieder in den Rhythmus und gestaltete die Begegnung ausgeglichen. Karlsruhe setzte weiterhin auf Fastbreaks und machte keine Anstalten, das Tempo zu drosseln. Zwar sanken nun die LIONS-Trefferquoten, aber die Körpersprache des Teams war weiterhin positiv und der Siegeswille klar erkennbar. Vor den abschließenden zehn Minuten stand es 67:76. Es folgte ein verrücktes und am Ende Basketball-typisch hochspannendes Schlussviertel.
Nachdem Karlsruhe mittels sicherer Distanztreffer auf 18 Punkte davongezogen war und die Dragons ihrerseits über drei Minuten nicht zu scoren vermochten, drehten sich die Verhältnisse um. Mit einem 16:2-Run leiteten die Gastgeber im Artland eine dramatische Crunchtime ein. Denn knapp zwei Minuten vor Ablauf der Spieluhr stand es 83:87. Die LIONS behielten aber auch in dieser Situation die Nerven und belohnten sich für ihren Einsatz.
15.02.2026 17:00 Uhr // RheinStars Köln vs. Eisbären Bremerhaven 76:79
Ein überraschend knappes Spiel an einem ungewöhnlichen Spieltag, jedenfalls für Kölner Verhältnisse. Am Karnevalssonntag unterlagen die RheinStars am 23. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mit 76:79 (37:39) dem Tabellenvierten Eisbären Bremerhaven – und ärgerten sich nachher zurecht, weil mehr möglich gewesen wäre gegen den Favoriten.
Anders als in der Vorwoche gegen die Uni Baskets Münster hatten die Gäste diesmal den besseren Start und holten sich mit 16:21 die ersten zehn Minuten. Die RheinStars aber arbeiteten sich vor allem dank Miller, Günther und des starken Kenny Baptiste zurück ins Spiel und lagen in der 17. Minute 35:30 vorne. Die Eisbären konterten und kamen mit einem Viertel-übergreifenden 9:0-Lauf zum 37:41 (21.). Von diesem Zeitpunkt an lagen die Mannen von Trainer Steven Esterkamp vorne.
Köln aber blieb bis in die Schlusssekunden hartnäckig dran. So wurde es ein kleines, überraschend spannendes Basketballfest, dem die RheinStars nicht die Krone aufsetzen konnten. Ob nun bei 63:68, 72:76 oder 74:77 – immer wieder vermasselten die Kölner sich selbst den entscheidenden Schritt zum endgültigen Umschwung. Bremerhaven konnte sich dem Zugriff der RheinStars beständig entziehen und brachte den Auswärtssieg verdient über die Ziellinie.
Es ist mittlerweile bemerkenswert, dass die Kölner in den vergangenen Wochen in Zusammenarbeit mit ihren Coaches den Abstand zu den Topteams weiter verringern können. Wobei die Lücke sichtbar bleibt, denn noch ist das Spiel der RheinStars zu fehlerbehaftet. Das war beim Fünften Artland Dragons ebenso zu beobachten wie am Sonntag gegen die Eisbären als Vierten der Liga.
Außerdem fehlt den RheinStars in dieser Saison oft noch das Quäntchen Biss und Entschlossenheit, um wirklich ein Teil des sicheren Mittelfelds werden zu können. So bleibt es aktuell beim Kampf um den Klassenerhalt. Wenn auch mit guten Aussichten auf Erfolg, denn der Abstand nach unten zu den beiden Abstiegsplätzen beträgt weiterhin drei Siege.