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FC Bayern | Uli Hoeneß kündigt härtere Linie gegen Spielerberater an

Uli Hoeneß verschärft den Ton gegenüber Spielerberatern. Er kündigte ein härteres Vorgehen des FC Bayern bei Verhandlungen an. Uli Hoeneß hat im Interview mit der "Bild" angekündigt, der FC Bayern werde künftig deutlich konsequenter gegen aus seiner Sicht überzogene Forderungen von Spielerberatern vorgehen und "verstärkt 'Nein' sagen". Konkret sagte der Ehrenpräsident des Klubs: "Herbert Hainer, Max Eberl , Jan Dreesen, Karl-Heinz Rummenigge und ich sind uns einig: Wir werden dieses ganze Berater-Thema zur Diskussion stellen! Und wir werden es uns nicht mehr gefallen lassen, dass Berater allein bestimmen, wie es läuft." Ihr Beitrag stehe "zunehmend in keinem Verhältnis mehr zur Honorierung, die aufgerufen und am Ende auch oft gezahlt wird". Weiter erklärte er: "Sie verdienen viel zu viel Geld für das, was sie leisten – bei einigen geht es nicht über drei Mittagessen mit uns hinaus." Fall Upamecano als Auslöser Auslöser der deutlichen Worte ist laut Hoeneß unter anderem der Fall Dayot Upamecano . Der am Saisonende auslaufende Vertrag mit dem Innenverteidiger wurde bis zum 30. Juni 2030 verlängert. Der 27-Jährige darf sich über eine deutliche Gehaltsverbesserung freuen. Die Verhandlungen mit Upamecano hatten sich allerdings sehr lange gezogen. Dabei gab es zahlreiche Spekulationen über die Gründe: Von Handgeld über Ausstiegsklausel bis hin zur Vertragslaufzeit wurde gemutmaßt. Zwischenzeitlich Hoeneß Upamecanos Management für die Hängepartie scharf kritisiert. "Ich weiß, dass er und seine Familie sich in München sehr wohlfühlen. Ich fürchte jedoch, dass seine Berater alles tun werden, um ihn aus München wegzulotsen", sagte Hoeneß dem "Kicker". Der 74-Jährige kritisierte dieses Gebaren scharf. "Über dieses Verhalten bin ich entsetzt", sagte Hoeneß. Hoeneß unterstrich seine Position nun erneut im "Bild"-Interview: "Im Fall Upamecano wollten die Berater entweder den Preis bei uns hoch- oder ihn zu einem anderen Klub treiben, und als Dankeschön sollen wir ihnen Handgeld zahlen. Das ist ein Widerspruch in sich, den wir so nicht länger hinnehmen sollten." Der FC Bayern habe das Angebot zwischenzeitlich schriftlich zurückgezogen. Hoeneß kündigte an: "Dieses Wort "Nein" wird in Zukunft häufiger fallen. Da sind wir uns im Verein einig." Man könne einem Spieler auch sagen: "Wenn dein Berater weiter so unverschämt verhandelt, werden wir mit ihm nicht mehr über deine Zukunft bei uns sprechen". Und weiter: "Wir werden vielleicht auch den ein oder anderen Berater – wenn er sich unfair verhält – auf eine Liste nehmen und ihm sagen, dass wir Spieler, die er vertritt, nicht mehr verpflichten werden. Das wäre der nächste Schritt." "Bremse reingehauen" Hoeneß betonte im Gespräch zudem, der Verein habe wirtschaftlich umgesteuert. "In dem Moment, in dem wir gemerkt haben, dass unser Festgeldkonto immer kleiner wird, haben wir die Bremse reingehauen." Transfers dürften "nicht dazu führen, dass wir uns verschulden. Da gibt es für mich kein Pardon." Dass der sportliche Erfolg darunter leide, sehe er nicht – im Gegenteil. Der eingeschlagene Weg bestärke die Verantwortlichen darin, an ihrer Linie festzuhalten und auf dem Transfermarkt "nicht die großen Töne" zu spucken. Mit Blick auf Berater machte Hoeneß jedoch deutlich, dass er differenziere. Als positives Beispiel nannte er den Berater von Luis Diaz: "So einen Mann bezahlen wir gern."

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