Vinícius fassungslos: „Rassisten sind vor allem Feiglinge“
Vinícius erneut rassistisch beleidigt
LISSABON. Das Mestalla soll nicht der letzte Ort bleiben, an dem Vinícius Júnior rassistisch beleidigt und damit zum Hauptthema in den Medien wird. Bei den Champions-League-Playoffs im Estadio Da Luz bei Benfica Lissabon, erreichte die Polemik einen weiteren traurigen Höhepunkt. Nach seinem Tanzjubel zum 1:0 an der Eckfahne vor den gegnerischen Fans, geriet Gegenspieler Gianluca Prestianni aus der Fassung und bezeichnete den Brasilianer mehrmals als „Affe“, hatte sich dabei allerdings das Trikot über den Mund gezogen.
„Nichts davon ist neu in meinem Leben“
Im Anschluss an den 1:0-Sieg äußerte sich der 25-Jährige in einem Instagram-Post fassungslos zu den Geschehnissen „Rassisten sind vor allem Feiglinge. Sie müssen sich den Mund mit dem Trikot bedecken, um ihre Schwäche zu zeigen. Aber sie zählen auch auf den Schutz anderer, die theoretisch die Pflicht hätten, sie zu bestrafen. Nichts, was hier passiert ist, war neu in meinem Leben oder im Leben meiner Familie“, so Vinícius.
Und weiter: „Ich habe eine Gelbe Karte für das Feiern eines Tores bekommen. Ich verstehe immer noch nicht warum. Andererseits war es ein schlecht ausgeführtes Protokoll, das keinen Zweck erfüllte. Ich bin nicht gerne in solchen Situationen, besonders nach einem großen Sieg, wenn die Schlagzeilen Real Madrid betreffen, aber es ist notwendig.“
???? VINICIUS JUNIOR ON IG:
“Racists are, above all, cowards. They need to cover their mouths with their shirts to show their weakness.
But they also count on the protection of others who, in theory, have the obligation to punish them. Nothing that happened here was new in my… pic.twitter.com/VoBIGrTz8v
— Madrid Zone (@theMadridZone) February 17, 2026
Teamkameraden stehen hinter Vinícius
Neben dem brasilianischen Nationalspieler meldeten sich auch mehrere seiner Mannschaftskameraden zu Wort. Kylian Mbappé hatte die Situation aus nächster Nähe mitbekommen und erklärte das Geschehen anschließend vor der Kamera: Vinícius ist nach dem Tor zur Eckfahne gegangen, hat getanzt, danach war die Stimmung ein bisschen angespannt und dann hat der Spieler mit der Nummer 25 – seinen Namen werde ich nicht nennen, das hat er nicht verdient – angefangen schlechte Dinge zu sagen, das kann im Fußball passieren, da werde ich nichts sagen. Aber dann hat er sein Trikot über den Mund gezogen und Vini fünfmal ‚Affe‘ genannt. Ich habe es gehört und es gibt Spieler von Benfica, die es auch gehört haben. Und ich wiederhole es, es war fünfmal. Ich könnte jetzt sagen, ein paar Mal, aber es waren genau fünf, denn wenn ich die jetzt sage ‚ein paar Mal‘, dann wirst du denken, ich rede Quatsch. Fünfmal. Ich sage es ganz klar, so kannst du dir deine Meinung bilden. Ich sage dir, was passiert ist, denn ich habe es gehört und zwar sehr genau. Es ist wichtig, es so klar und deutlich wie möglich und mit Ruhe zu erklären – ich versuche, ruhig zu bleiben –, damit die Leute die Situation einordnen können.“
Dabei betonte der Franzose, dass Prestianni es nicht mehr verdient habe, beim Rückspiel im Bernabéu (Mittwoch, 25. Februar, 21 Uhr), geschweige denn in der Champions League auf dem Platz zu stehen. Darüber hinaus stellten alle interviewten Spieler, darunter Federico Valverde, Aurélien Tchouaméni und Eduardo Camavinga klar, dass das Wohl ihres Teamkollegen höchste Priorität habe und man das Spiel gemeinschaftlich abgebrochen hätte, wenn es Vinícius so gewollt hätte. Doch „Vini hat uns gesagt, dass wir weiterspielen sollen“, verriet Tchouaméni. Dass er das Spiel entscheidet und dennoch mal wieder wegen Rassismus im Vordergrund steht, war allerdings nicht Teil des Plans.
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