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CDU-Parteitag: Merkel verpasst Merz' Wiederwahl -

Angela Merkel war wieder persönlich zu Gast bei einem CDU-Parteitag. Aber den entscheidenden Moment verpasste die frühere CDU-Chefin. Ex-Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Verkündung der Wiederwahl von Parteichef Friedrich Merz auf dem Parteitag in Stuttgart verpasst. Kurz nach 18 Uhr verabschiedete sich die langjährige CDU-Vorsitzende freundlich vom Kanzler und seiner Ehefrau Charlotte. Der Grund ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur, dass sie den letzten Direktzug nach Hause nach Berlin nicht verpassen wollte. Der CDU-Parteitag hatte sich im zeitlichen Ablauf um mehrere Stunden verzögert. Wegen einer technischen Panne konnte die Abstimmung für das CDU-Personaltableau nicht digital durchgeführt werden. Stattdessen wurde mit Papier abgestimmt. Wahl: Merz erzielt überraschendes Ergebnis Analyse: Merz gelingt ein kleines Kunststück Digital-Panne: Technische Probleme verzögern Merz' Widerwahl Zuvor hatte sich Merkel mit Standing Ovations geehrt. Die frühere Kanzlerin und CDU-Chefin erhob sich von ihrem Sitz in der ersten Reihe der Parteitagshalle und klatschte. Eifrig. Oben auf der Bühne galt es, einen besonderen Mann zu würdigen. Reiner Haseloff , fünfzehn Jahre lang CDU-Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt, zu DDR-Zeiten an der Promotion gehindert, dann 1990 im Kino "Prisma" von Halle-Neustadt Mitgründer der CDU in Sachsen-Anhalt. Ein weiter Weg aus dem Osten in die Mitte der CDU. Merkel kennt das. Helmut Kohl nannte sie "das Mädchen", da war Merkel längst Familienministerin. Später nannten sie angelsächsische Medien stolz die "Eiserne Lady". Ihre CDU feierte Merkel für ihre Wahlerfolge. Aber sie fremdelte doch mit ihrer Politik. Ihr Finanzminister Wolfgang Schäuble hätte Griechenland in der Schuldenkrise gerne nach draußen gedrängt. Merkel votierte dagegen. In der Flüchtlingspolitik entschied sie sich für die Öffnung der Grenzen. Die Union kämpft damit bis heute. Neben Kramp-Karrenbauer und Armin Laschet Merkel hielt sich nach ihrem Abschied aus dem Kanzleramt 2021 lange öffentlich zurück. Auch bei Parteitagen der CDU. Merkel war zuletzt 2019 auf einem CDU-Parteitag persönlich anwesend. Danach kam die Pandemie. Und bald darauf Merkels Abschied aus dem Kanzleramt. So war allein ihr Erscheinen in Stuttgart eine Geste. Und auch ihr Klatschen nach der Parteitagsrede von Friedrich Merz. Öffentlich meldete sich Merkel in Stuttgart nicht zu Wort. Sie saß Merkel in der ersten Reihe. Eingerahmt von Armin Laschet und Annegret Kramp-Karrenbauer , ebenfalls ehemalige Vorsitzende der CDU wie sie. Merkel tippte ab und an auf ihrem iPad. Nickte alten Bekannten zu. Ansonsten aber schwieg sie. Beharrlich. Merz’ Wiederwahl verpasste die ehemalige Kanzlerin. Auch das ein Symbol. Die Union muss jetzt ohne Angela Merkel auskommen. Die Partei feiert jetzt Friedrich Merz.

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