Punktspieltag - Der doppelte Hartmut
Die erste Mannschaft hatte spielfrei, wodurch es den Schachfreunden etwas leichter fiel, schlagkräftige Teams in Bezirksoberliga, Bezirksliga und Bezirksklasse aufzubieten. Das war angesichts starker Gegnerschaft auch dringend nötig.
In der Bezirksoberliga empfing Hettstedt die Zweite des Reideburger SV und erkämpfte ein Unentschieden. Die Zuschauer hatten den Wettkampf bereits als verloren eingeschätzt, doch Frank Kuberkiewicz konnte seine Position aus großer Bedrängnis befreien und zum friedlichen Remis veredeln. Dieses Remis sicherte das 4 : 4. Zuvor gewannen Hartmut Schubert und Hartmut Freier ihre Partien. Weitere Remis ergaben sich bei Enrico Kalliwoda, Dominik Becker und Detlef Friedrich.
Der wichtige Mannschaftspunkt zementiert Hettstedts Platz im Mittelfeld und sichert schon zwei Runden vor Schluß den Klassenerhalt. Im bisherigen Saisonverlauf kamen an den acht Brettern bereits 16 unterschiedliche Spieler zum Einsatz (von 20 möglichen). Diese Variabilität erwies sich durchaus als Stärke, denn bisher spielte niemals die exakt gleiche Besetzung ein zweites Mal - was jede Vorbereitung des Gegners sehr erschwert.
Ein gigantischer Kampf hat sich mittlerweile in der Bezirksliga entwickelt, wo mindestens die Hälfte des Feldes noch Aufstieschancen hat - und die andere Hälfte in Abstiegsgefahr ist. So etwas wie ein "gesichertes Mittelfeld" gibt es hier einfach nicht. Völlig überraschend - und mit etwas Glück - mischt Hettstedt III in der vorderen Hälfte mit, dabei war Klassenerhalt zu Saisonbeginn das Ziel aller Wünsche gewesen. In Naumburg gab es jetzt das Duell Zweiter gegen Dritter, sprich Hettstedt III gegen Naumburg III. Erneut blinzelte Fortuna hier den Schachfreunden zu, denn statt der erwarteten Bestbesetzung saß Naumburg mit einer Experimental-Auswahl an den sechs Brettern, die aber immer noch den exakt gleichen DWZ-Schnitt wie die Hettstedter aufwies. Die Schachfreunde nutzen ihre Chance und erkämpften ein 3 : 3 Unentschieden, verteidigten damit den zweiten Platz. Ihre Partien gewannen Reiner Britten und Erik Seidemann, Remis spielten Ben Zander und Piero Heidenreich.
Ein schöner Sieg von 2,5 : 1,5 gelang Hettstedt IV in der Bezirksklasse gegen den Favoriten Romonta Amsdorf. Routinier Gunnar Dockhorn erreichte am Spitzenbrett ein Remis, während die Nachwuchsspieler Greta Müller und Felix Schneider ihre Partien gewinnen konnten. Hettstedt bleibt zwar in Tabelle hinter Amsdorf, steht aber unerschütterlich im Mittelfeld.