Tanken in Köln: Spritpreise für Diesel, Super, E10 explodieren am Mittwoch
Sprit in Köln ist am Mittwoch so teuer wie seit Jahren nicht. Die Preise für Diesel, Super und E10 erreichen einen neuen Höchststand. Was können Autofahrer tun? Am Mittwochmorgen haben die Sprit-Preise an den Kölner Tankstellen einen neuen Höchststand erreicht. Laut dem Portal "ich-tanke.de" forderten gegen 9 Uhr 17 Tankstellen mehr als 2,10 Euro für den Liter Super – so teuer war der Kraftstoff bundesweit im Schnitt seit mehr als zwei Jahren nicht mehr . An einer Aral-Tankstelle in Porz in der Nähe der A4 wurden am Morgen demnach sogar 2,14 Euro für den Liter Super gefordert. Auch beim E10 gingen die Preise am Mittwoch weiter in die Höhe: 50 Kölner Tankstellen forderten nun etwas mehr als 2 Euro für den Liter E10, am Dienstag hatte das noch keine getan. Auch beim Diesel knackten nun mehrere Tankstellen die 2-Euro-Marke: 69 von 109 auf dem Portal verglichenen Tankstellen forderten nun mehr als 2 Euro für den Liter Diesel. Am Dienstagmorgen hatte im Vergleich der Kölner Lokalredaktion von t-online noch keine Tankstelle über dieser Marke gelegen. Schon wieder: KVB kündigt Warnstreik an Aktuelle Entwicklungen im Iran-Krieg: Nachfolger von Ajatollah Chamenei steht wohl fest Tanken in Köln: Preise steigen am Mittwoch stark an Schon am Montag war der Spritpreis kräftig angestiegen. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt war Super E10 so teuer wie seit Mai 2024 nicht mehr, Diesel so teuer wie seit Oktober 2023 nicht mehr . Mit dem aktuellen Preisanstieg hat Diesel E10 überholt, obwohl Diesel eigentlich einen deutlichen Steuervorteil hat. "Diesel reagiert erfahrungsgemäß sensibler auf äußere Faktoren wie Krisen oder Kriege. Die Preisausschläge – sei es nach oben oder unten – sind daher meist stärker", erklärte der Kraftstoffmarkt-Experte des ADAC, Christian Laberer. Diesel, E10 und Super: Preise gehen in die Höhe Am Dienstag lag der Kölner Tagesdurchschnitt für Super (E5) bereits bei 1,94 Euro, für E10 bei 1,88 Euro, für Diesel bei 1,91 Euro. Zum Jahreswechsel, also vor nicht einmal zehn Wochen, hatte Super noch 1,72 Euro gekostet, E10 1,66 Euro, Diesel 1,58 Euro. Beim Diesel wurde damit bereits am Montag der höchste Tagesdurchschnitt seit 2023 erreicht. Auslöser des rasanten Anstiegs ist der Iran-Krieg. Die Eskalation des Konflikts treibt den Ölpreis in die Höhe – vor allem, weil der Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt hat. Täglich passiert rund ein Fünftel der globalen Öltransporte die Meerenge. Jede Störung dort erschüttert die Energiemärkte weltweit. Wann lohnt sich Tanken derzeit? Und es könnte noch weiter nach oben gehen. "Sollte der Ölpreis nicht bald wieder nachgeben, kann der Aufwärtstrend auch über die nächsten Tage anhalten", warnt ADAC-Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer. Selbst wenn sich die Lage am Golf beruhigt, und die Opec+ hat immerhin angekündigt, ihre Fördermengen zu erhöhen, ist schnelle Entlastung nicht garantiert: "Während steigende Ölpreise meist sehr schnell an den Zapfsäulen ankommen, dauert es bei sinkenden Preisen oft länger." Fachleute nennen das den Rakete-und-Feder-Effekt. Wer jetzt sparen will, sollte abends tanken und Preise aktiv vergleichen. "Gerade in volatilen Zeiten können die Preisunterschiede zwischen einzelnen Tankstellen besonders hoch ausfallen", so der ADAC-Experte.