WM 2026: Iran drängt auf Gruppenspiele in Mexiko
Irans Verband verhandelt mit der Fifa über eine Verlegung der WM-Vorrundenspiele nach Mexiko. Das hätte auch Folgen für den Spielplan. Die iranische Botschaft in Mexiko hat am Montag (Ortszeit) Gespräche zwischen dem iranischen Fußballverband und der Fifa über eine Spielverlegung bestätigt. Verbandspräsident Mehdi Tadsch sagte: Die Mannschaft werde "mit Sicherheit nicht in den USA spielen". Nach der bisherigen Planung sind drei Vorrundenspiele in Los Angeles und Seattle angesetzt. US-Präsident Donald Trump habe erklärt, die Sicherheit der iranischen Nationalmannschaft könne nicht gewährleistet werden, teilte die Botschaft beim Onlinedienst X mit. In Los Angeles soll der Iran auf Neuseeland und Belgien treffen. Danach ist ein Spiel gegen Ägypten in Seattle vorgesehen. Das Quartier soll in Tucson im US-Bundesstaat Arizona liegen. Debatte vor der WM : Ex-Torwarttrainer legt sich auf deutsche Nummer eins fest Der iranische Botschafter in Mexiko, Abolfasl Pasandideh, verurteilte "die mangelnde Kooperation der US-Regierung bei der Visaerteilung und der Bereitstellung logistischer Unterstützung". Er habe der Fifa vorgeschlagen, die Spiele des Iran von den USA nach Mexiko zu verlegen. Der Weltfußballverband ließ eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst unbeantwortet. Vergangene Woche hatte Trump der iranischen Nationalmannschaft den Verzicht auf die Teilnahme an der WM nahegelegt. Er begründete dies mit Sorge um "Leben und Sicherheit" der Spieler. Zuvor hatte Trump laut Fifa-Präsident Gianni Infantino erklärt, dass die Fußballer trotz des Iran-Kriegs in den USA "natürlich willkommen" seien. Teheran hat wegen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran einen Boykott der im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko stattfindenden WM ins Spiel gebracht. Eine offizielle Entscheidung dazu gibt es bisher nicht. Am 28. Februar hatte der Iran-Krieg mit Luftangriffen der USA und Israels auf Teheran begonnen, bei denen der damalige oberste politische und religiöse Führer des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, sowie weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet wurden.