Celle: Polizei sucht jetzt mit Spezialhunden nach Michelle H.
Eine junge Frau verschwindet. Zurück bleibt eine lange Blutspur, die von ihrer Wohnung wegführt. Die Polizei stellt die Suchmaßnahmen jetzt um. Wo ist Michelle H. – und lebt die 25-Jährige überhaupt noch? Diese Fragen stellt sich die Polizei in der niedersächsischen 67.000-Einwohner-Stadt Celle seit mittlerweile fast einer Woche. Wie eine Polizeisprecherin t-online am Dienstag sagte, bestehe immer noch Hoffnung, die junge Frau lebend zu finden. Jedoch scheint sie allmählich zu schwinden. Die Beamten haben am Montag erstmals mit einem Leichenspürhund die durch Celle führende Aller abgesucht. Von 15 bis 19 Uhr waren sie mit einem Boot der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) auf dem Fluss. Am Mittwoch soll ab 10.30 Uhr erneut gesucht werden, dieses Mal in einem anderen Bereich der Aller und mit Polizeitauchern. "Ein frischer Leichenspürhund wird ebenfalls dabei sein", erklärte die Polizeisprecherin. Bis zu minus 5 Grad: Amtliche Warnung vor 30 Zentimetern Schnee Nach 70 Jahren: Nazi-Bunker in Italien gibt Geheimnisse frei In der vergangenen Woche hatten die Beamten noch Spürhunde eingesetzt, die auf lebende Menschen spezialisiert sind . Außerdem war ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera im Einsatz. Dass er noch einmal abhebt, ist derzeit nicht geplant. Auch die auf Lebende spezialisierten Hunde sollen erst einmal zu Hause bleiben. Michelle H. verschwunden: Um 3.30 Uhr ging der Notruf ein Dass die Beamten auf Leichenspürhunde umgeschwenkt sind, heiße aber nicht, dass die Ermittler inzwischen vom Tod von Michelle H. ausgehen würden, betont die Sprecherin. "Wir ermitteln weiter in alle Richtungen." Michelle H. ist seit Mittwoch vergangener Woche verschwunden. Gegen 3.30 Uhr wählte ein 46-Jähriger den Notruf. Die 25-Jährige sei mit einer Halsverletzung aus ihrer Wohnung gerannt, meldete er. Sie habe sich "offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand" befunden, teilten die Beamten mit. Wurde Michelle H. aus Celle mit einem Auto mitgenommen? Vor dem Mehrfamilienhaus erstreckte sich eine lange Blutspur auf dem Pflaster. Wie die "Bild"-Zeitung berichtete, soll sie fast 200 Meter lang sein. 87 einzelne Polizeimarkierungen auf dem Asphalt würden den Weg der blutenden Michelle H. nachzeichnen – aber dann sei plötzlich Schluss. An einer Kreuzung ende die Blutspur abrupt. Ob die 25-Jährige an dieser Stelle möglicherweise von einem Auto mitgenommen wurde, ist unklar. In einer der Mitteilungen der Beamten zu dem Fall heißt es bloß: "Momentan kann das Vorliegen einer Straftat nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden." Der 46-Jährige, der die Frau vermisst gemeldet hatte, wurde zu ihrem Verschwinden befragt. Ein dringender Tatverdacht gegen ihn liege derzeit nicht vor, teilte die Polizei mit.