Iran-Krieg: USA schickt Kampfhubschrauber in die Straße von Hormus
Seit dem US-israelischen Angriff auf den Iran ist die Straße von Hormus faktisch gesperrt. Die USA reagieren nun. Die USA haben den Kampf um die Wiedereröffnung der Straße von Hormus intensiviert und damit eine neue Phase des Kriegs eingeleitet. Tieffliegende Kampfflugzeuge wurden über die Seewege geschickt, um iranische Marineschiffe zu beschießen. Das berichtet des "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf Militärbeamte. Auch Apache-Hubschrauber sind demnach im Einsatz. Sie sollen iranische Drohnen abschießen. Das Pentagon verfolge mit der Operation einen mehrstufigen Plan, um die aktuell faktisch geschlossene Straße von Hormus wieder passierbar zu machen. Zunächst soll dem "WSJ" zufolge die Gefahr durch iranische Kampfboote, Minen und Marschflugkörper verringert werden. Wenn das gelungen ist, könnten die USA die Öltanker und Frachter mithilfe von Kriegsschiffen in den sowie aus dem Persischen Golf eskortieren – so der Plan. Mehrere Golfstaaten unter Beschuss: Kein schnelles Ende des Iran-Kriegs in Sicht Jogging-Route auf Strava: Soldat leakt Standort seines Flugzeugträgers Der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs der US-Luftwaffe, General Dan Caine, erklärte in einer Pressekonferenz, dass schwer bewaffnete A-10-Kampfflugzeuge – die auch Warthog, deutsch "Warzenschwein" genannt werden – aktuell Schnellboote in der Straße von Hormus bekämpfen. Sie würden von Apache-Kampfhubschraubern unterstützt. Die zusätzlichen Flugzeuge intensivieren die Kampagne, so Caine. Auch einige Verbündete würden Apache-Kampfflugzeuge zu diesem Zweck einsetzen. Namentlich nannte er die Verbündeten nicht. Experte: "Ich denke, es wird Wochen dauern" Farzin Nadimi, ein Experte für iranische Verteidigung am Washington Institute for Near East Policy, erklärte dem "WSJ": "Ich denke, es wird Wochen dauern, bis wir einen Punkt erreichen, an dem ein sicherer Betrieb in der Straße möglich ist". Selbst dann würden viele iranische Einrichtungen unversehrt bleiben. Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran und dessen Angriffe auf Nachbarstaaten am Golf haben den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus praktisch zum Erliegen gebracht. Durch die Meerenge werden normalerweise rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssigerdgas-Lieferungen transportiert. Die Ölexporte aus der Region sind um mindestens 60 Prozent eingebrochen. Gegenseitige Angriffe auf Energieanlagen am Golf verschärften die Situation am Donnerstag nochmals. Seit Beginn des Nahost-Krieges ist der Brent-Preis um gut 50 Prozent in die Höhe geschnellt. Das hat die Trump-Regierung gezwungen, sich mit den wirtschaftlichen Folgen des Kriegs auseinanderzusetzen und darauf zu reagieren.