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VW-Rückrufe: Trauriger Rekord für den Volkswagen-Konzern

Brandgefahr, Airbag-Defekte, Kurzschlüsse: Millionen Autos müssen immer wieder zurück in die Werkstatt. Und VW sticht besonders heraus. Der Volkswagen-Konzern steht an der Spitze der weltweiten Rückrufstatistik. Seit 2025 sind demnach rund zehn Millionen Fahrzeuge der Marke von Rückrufen betroffen, mehr als bei jedem anderen Hersteller. Das zeigen aktuelle Daten des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA). Allerdings gereichen dem Konzern seine hohen Absatzzahlen zum Nachteil. Auch das zeigt ein Blick in die offizielle Datenbank. Denn Volkswagen erreicht diese hohe Zahl der Rückrufe mit vergleichsweise wenigen einzelnen Maßnahmen. Insgesamt sind 27 Rückrufaktionen registriert. Zum Vergleich: Ford kommt auf 61 einzelne Maßnahmen, erreicht dabei aber eine geringere Gesamtzahl von rund sieben Millionen betroffenen Autos. Dahinter folgt Kia mit gut 4,5 Millionen Fahrzeugen. Unterschiede zwischen Deutschland und der Welt Während Volkswagen weltweit die meisten Autos zurückrufen muss, ergibt sich in Deutschland ein anderes Bild. Hier liegt Ford mit rund 532.000 betroffenen Fahrzeugen vorn. Es folgen BMW mit etwa 289.000 und Opel mit rund 184.000 Autos. Häufige Ursachen: Brandgefahr und technische Defekte Die Gründe für Rückrufe sind vielfältig, haben aber eine Gemeinsamkeit: Häufig sind sie sicherheitsrelevant. Besonders oft nennt die Behörde Brandgefahr als Auslöser, etwa durch defekte Hochvoltbatterien oder elektrische Kurzschlüsse. Insgesamt wird dieser Grund aktuell 119-mal aufgeführt. Weitere häufige Ursachen sind: fehlerhafte Airbags und Gasgeneratoren Defekte an Motor und Antrieb Probleme mit Bremsen oder Lenkung Störungen bei Assistenzsystemen Viele dieser Mängel können im schlimmsten Fall die Sicherheit beeinträchtigen. Mehr Technik, mehr Ärger Mit der zunehmenden technischen Ausstattung moderner Autos steigt laut Experten auch die Anfälligkeit für Fehler. "Autos, die jünger als drei Jahre sind, haben zweieinhalbmal so viele Defekte an Infotainment- und Assistenzsystemen wie ältere", sagt Steffen Jäckle von der Hochschule Ravensburg-Weingarten. Moderne Systeme seien anfälliger für Störungen und erforderten oft Softwarelösungen der Hersteller. Zudem berichten Branchenvertreter immer wieder von längeren Wartezeiten bei Reparaturen, die beispielsweise durch fehlende Ersatzteile oder notwendige Software-Updates verursacht werden. Für Insider ist der makellose Neuwagen längst ein Mythos. "Wer zu früh kauft, den bestraft der mangelnde Reifegrad", sagt Jäckle.

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