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Iran beschlagnahmt Eigentum von Ex-Bundesliga-Spieler Azmoun

Sardar Azmoun soll im Iran Immobilien, Pferde und Reiterhöfe entzogen worden sein – wegen eines Fotos. Der Stürmer wurde zudem aus dem Nationalkader gestrichen. Dem früheren Bundesliga-Profi Sardar Azmoun hat die iranische Staatsanwaltschaft der Provinz Golestan offenbar Eigentum beschlagnahmt. Betroffen sind laut dem Sportportal Varzesh3 mehrere Immobilien, Pferde und Reiterhöfe. Azmoun gehört demnach zu 16 Personen, denen die Behörden unpatriotisches Verhalten vorwerfen. Auslöser war ein Foto auf Azmouns Instagram-Seite. Es zeigt ihn mit führenden Politikern der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Da sich auf dem Gebiet der VAE US-Militärstützpunkte befinden, stuft der Iran die Emirate als feindlich ein. Das Foto wurde als "Verrat gegen das Vaterland" bewertet. Im staatlichen Sender IRIB hieß es: "Solche Spieler brauchen wir nicht, denn Vaterlandsliebe steht über dem Fußball." Bereits in der vergangenen Woche hatte der Iran den 91-maligen Nationalspieler aus dem Kader gestrichen. Für den 31-Jährigen wurde Mehdi Torabi nachnominiert. Er spielt in der iranischen Liga und gilt als äußerst regimetreu. Sollte der Iran an der WM teilnehmen, wäre Azmoun nach aktuellem Stand nicht dabei. Von 2022 bis 2024 hatte Azmoun bei Bayer Leverkusen gespielt, danach wechselte er nach Dubai. Er stammt aus der Provinz Golestan. In den vergangenen Jahren hatte er wiederholt Kritik am islamischen System im Iran geäußert. Beobachter vermuten, diese Kritik sei der eigentliche Grund für die Maßnahmen – das Foto diene lediglich als Vorwand. Azmoun selbst hat sich bislang nicht geäußert.

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