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Iran beschlagnahmt Öltanker im Golf von Oman

Der Iran hat erneut einen Öltanker beschlagnahmt. Teheran behauptet, das Schiff habe Öl geschmuggelt. Iranische Sicherheitskräfte haben im Golf von Oman einen ausländischen Tanker beschlagnahmt. Das berichteten am Freitag staatliche Medien in der Islamischen Republik. Demnach soll der Tanker sechs Millionen Liter geschmuggelten Dieselkraftstoff geladen haben. Das Schiff soll laut Angaben des Iran sein Ortungssystem ausgeschaltet, Stoppbefehle ignoriert und keine Fracht- oder Reisedokumente mitgeführt haben. Das Öl wird derzeit entladen, und es wurden rechtliche Schritte eingeleitet. Der Iran hat aufgrund hoher Subventionen und des Wertverfalls seiner Landeswährung einige der weltweit niedrigsten Kraftstoffpreise. Das Land kämpft nach eigenen Angaben gegen den Kraftstoffschmuggel auf dem Landweg in Nachbarländer und auf dem Seeweg in arabische Golfstaaten. Der Iran hat bereits öfter Öltanker und andere Schiffe beschlagnahmt. Im November 2025 bestätigte Teheran die Beschlagnahme des Tankers Talara im Golf von Oman, der später freigegeben wurde, nachdem ein Teil seiner Ladung offenbar abgeladen worden war. Im April 2024 wurde das Containerschiff MSC Aries festgehalten. Iranische Streitkräfte brachten 2022 zwei Tanker unter griechischer Flagge (Delta Poseidon und Prudent Warrior) im Persischen Golf auf, führten sie in iranische Hoheitsgewässer und hielten Crew und Schiffe fest. USA beschlagnahmen Tanker vor Venezuela Die US-Küstenwache und andere Einheiten haben am Mittwoch vor der Küste Venezuelas einen Öltanker unter ihre Kontrolle gebracht. Der autoritär regierende Präsident des südamerikanischen Landes, Nicolás Maduro, wirft den USA vor, es bei der Eskalation des Konflikts vor allem auf dieses Öl abgesehen zu haben und einen Machtwechsel in Caracas erzwingen zu wollen. Das soll kein Einzelfall sein. Die USA wollen nach Informationen von Reuters weitere, mit Öl aus Venezuela beladene Tanker aufbringen. Dies sagten sechs mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur. Mit dem Vorgehen solle der Druck auf den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro erhöht werden. USA sollen Schiff auf dem Weg in den Iran durchsucht haben US-Spezialkräfte haben einem Medienbericht zufolge im vergangenen Monat im Indischen Ozean ein Schiff auf dem Weg von China in den Iran durchsucht. Dabei seien militärische Güter beschlagnahmt worden, berichtete das "Wall Street Journal" am Freitag unter Berufung auf mehrere US-Regierungsvertreter. Bei der Ladung habe es sich um Komponenten gehandelt, die für konventionelle Waffen nützlich sein könnten, sagte einer der Regierungsvertreter. Die Rüstungsgüter seien zerstört worden. Dem Schiff sei danach erlaubt worden, seine Fahrt fortzusetzen. Die US-Kräfte hätten das Schiff mehrere hundert Meilen vor der Küste Sri Lankas geentert.

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