Griechenland | Griechische Nationaloper: Wie das Kasperle in entlegene Dörfer kam
„Hört auf, Karagiozis wechselt noch die Hose – für euch!“ Vergeblich versucht die Lehrerin, ein Gerangel der Kinder zu verhindern, die es kaum erwarten können. Schon verkeilen sich Schirme, neonfarbene Regencapes purzeln übereinander, während die düstere Wolkenfront am Himmel endlich ein Stückchen Blau freigibt. Nach den heftigen Schauern in der Nacht, die halb Kozani unter Wasser setzten, drängen sich an diesem Morgen um kurz vor neun Uhr etwa 300 Kinder zwischen sechs und acht auf dem schmalen Weg zwischen der kleinen orthodoxen Kirche am Hang und dem kommunalen Theater fünfzig Meter weiter bergab. Eine schrille Prozession, die statt Weihwasser Pfützenschlamm verspritzt.
Karagiozis! Den schwarzäugigen Schattenspiel-K
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