Bundesliga: Leverkusen feiert Sieg in packendem Rheinderby gegen Köln
In einem spannenden Derby erarbeiteten sich Leverkusen und Köln einige Torchancen. Am Ende entscheidet die bessere zweite Halbzeit der "Werkself". Bayer Leverkusen hat das Rheinderby gegen den 1. FC Köln gewonnen und damit einen wichtigen Sieg im Kampf um die Champions-League-Plätze gefeiert. In einem umkämpften Spiel hieß es am Ende 2:0 (0:0) für die "Werkself". Speziell in der ersten Halbzeit gestalteten die Kölner die Partie ausgeglichen, kamen ebenso wie die Gastgeber zu einigen Torchancen. Noch konnte aber keine der beiden Mannschaften treffen. Vor Bundesliga-Derby: Wirbel um angebliche Nacktkontrollen bei Fans Nach der Pause übernahmen die Leverkusener dann zunehmend die Kontrolle und gingen in der 66. Minute verdient durch ein Traumtor mit der Hacke von Martin Terrier in Führung. Nur sechs Minuten später machte Kapitän Robert Andrich mit einem Kopfballtreffer nach Ecke den Deckel drauf. Köln gab sich zwar nicht auf, kam aber nicht mehr zurück. Leverkusen steht durch den Sieg mit 26 Punkten weiter auf Tabellenplatz vier, nur die bessere Tordifferenz trennt sie aber von der TSG Hoffenheim auf Platz fünf. Köln bleibt mit 16 Punkten vorerst Neunter, kann am Sonntag aber noch zwei Plätze einbüßen und muss nach nunmehr fünf sieglosen Spielen den Blick auch nach unten richten. So lief das Spiel: Für eine Chance im Nachbarschaftsduell (15 Kilometer Luftlinie zwischen den Stadien) müsse sein Team "ein perfektes Spiel" zeigen, hatte FC-Trainer Lukas Kwasniok gesagt, bloße Emotionalität werde nicht ausreichen. Doch die Kölner, die laut Fanhilfe nach "zu intensiven Kontrollen" am Einlass auf ihre aktive Fanszene verzichten mussten, waren zunächst mit Abwehrarbeit beschäftigt. Leverkusens Edmond Tapsoba (6.) hatte nach einer Freistoßflanke von Aleix García die erste Chance der Partie. Und die Werkself blieb am Drücker: Christian Kofane, der für den angeschlagenen Torjäger Patrik Schick startete, scheiterte nach schönem Hackenpass von Malik Tillman an FC-Keeper Marvin Schwäbe (9.). Der Aufsteiger aus der Domstadt zog sich weit zurück, Bayer suchte die Lücken. Die Kölner konzentrierten sich von Beginn an auf das Konterspiel – und wurden plötzlich gefährlich: Shootingstar Saïd El Mala brach auf der linken Seite durch, die folgende Hereingabe konnte Luca Waldschmidt in der Mitte nicht verwerten (21.). Wenig später scheiterte Waldschmidt mit einem satten Linksschuss an Mark Flekken (28.). Die Partie wurde nun offener, Bayer-Kapitän Andrich köpfte nach einer Ecke aus bester Position neben das Tor (34.). Bis zur Pause verflachte die Partie, Bayer fehlte ohne Antreiber Alejandro Grimaldo sichtbar die Kreativität. Kurz nach dem Seitenwechsel vergab Tillman die Riesenchance zur Führung: Der 23-Jährige klaute Sebastian Sebulonsen den Ball, lief alleine auf Schwäbe zu – und schoss kläglich über das Tor (48.). Ibrahim Maza (50.) scheiterte wenig später aus spitzem Winkel. Auf der Gegenseite parierte Flekken einen Freistoß von Sebastian Sebulonsen (53.). Beide Teams spielten nun nach vorne – und Bayer traf sehenswert: Nach einer Flanke von Arthur legte Terrier den Ball im Vorwärtsfallen per Hacke ins lange Eck. Andrich traf wenig später zur Vorentscheidung.