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Tagesausflüge ab Frankfurt: Acht Orte in unter einer Stunde per Bahn

Ob Jugendstil, Mittelalter oder Weinberge – wer aus Frankfurt kommt, hat Glück. Diese acht Orte sind in unter einer Stunde mit der Bahn erreichbar und bieten erstaunlich viel. Wer in Frankfurt wohnt und mal raus will, muss nicht weit fahren: Mit dem Nahverkehr lassen sich rund um die Mainmetropole gleich mehrere sehenswerte Städte und Orte entdecken – ganz ohne Auto, oft sogar mit dem S-Bahn-Ticket. Die Zugfahrt dauert meist nicht länger als eine Stunde, los geht’s am Hauptbahnhof. Bad Nauheim Ein Hauch von Jugendstil, Gradierwerke unter freiem Himmel und ein Park, durch den einst schon Elvis Presley spazierte: Bad Nauheim überrascht. Die Stadt im Wetteraukreis ist berühmt für ihre Geschichte als Kurort – und bietet heute Erholung mit architektonischem Charme. Herzstück ist der Sprudelhof, ein eindrucksvolles Ensemble aus Badehäusern und Brunnenanlagen im Jugendstil. Nur wenige Minuten zu Fuß entfernt liegt der große Kurpark, in dem es sich wunderbar flanieren lässt. Wer mag, besucht das Elvis-Museum. Bad Nauheim ist in rund 35 Minuten ab Frankfurt Hauptbahnhof mit der Regionalbahn zu erreichen. Königstein im Taunus Königstein liegt zwar im Taunus – aber der Weg dorthin ist kein Hindernis, sondern Teil des Ausflugs: Mit der S-Bahn 4 bis Kronberg, dann weiter mit dem Bus, und schon ist man mittendrin im Luftkurort. Wahlweise kann man auch mit der Regionalbahn über Frankfurt-Höchst (Umstieg) fahren. Das Wahrzeichen der Stadt ist die mittelalterliche Burgruine hoch über dem Ort. Der Aufstieg wird mit einer Aussicht bis Frankfurt belohnt. In der Altstadt selbst gibt’s Fachwerk, kleine Cafés und viel Grün drumherum. Wer Wellness sucht, findet mit der Kurbad-Therme auch dafür ein Ziel. Marburg Mit rund einer Stunde etwas weiter weg, aber die Reise wert: Marburg ist eine echte Märchenstadt mit viel Fachwerk. Die Altstadt klebt wie ein Gemälde an den Hügeln, Kopfsteinpflaster führt zu Deutschlands ältester rein gotischer Kirche (Elisabethkirche), studentischem Leben und dem Landgrafenschloss mit Blick aufs Lahntal. Die Brüder Grimm sollen hier studiert haben, und auch heute noch wirkt vieles verwunschen – etwa die steile Oberstadt mit ihren verwinkelten Gassen. Besonders lohnend: der Aufstieg zum Schloss und ein Bummel entlang der Lahn, wo sich Kanufahrten und Cafés abwechseln. Zu erreichen ab Frankfurt-Hauptbahnhof mit der Regionalbahn oder dem Regionalexpress. Wiesbaden Wiesbaden ist nicht nur hessische Landeshauptstadt, sondern auch ein Ort voller Eleganz – mondäne Bauten, breite Alleen, dazu Thermen und Theater. Wer mit dem Zug kommt, landet nahe am Zentrum und kann die Stadt zu Fuß erkunden. Sehenswert ist das Kurhaus mit dem Kurpark direkt dahinter, der über eine Standseilbahn zum Neroberg führt – samt Blick über die Stadt. Oben wartet eine russische Kirche mit goldenen Kuppeln, unten die Wilhelmstraße mit schicken Läden. Ein Kontrastprogramm, das funktioniert. Von Frankfurt aus fährt man mit der S1 oder der S8 oder einer Regionalbahn. Hofheim am Taunus Schnell erreicht und oft unterschätzt: Hofheim liegt im Vordertaunus, direkt an der S-Bahn-Linie 2. Der historische Stadtkern überrascht mit Fachwerk und kleinen Läden, die Kapelle auf dem Kapellenberg mit Fernblick über Rhein-Main. Ein besonderes Ziel ist das Stadtmuseum Hofheim im alten Kellereigebäude, das neben wechselnden Ausstellungen auch zur Geschichte der Region informiert. Wer nach der Kultur noch etwas raus will, spaziert Richtung Waldrand – oder kann sich im Chinon Center beim Shoppen gut gehen lassen. Idstein im Taunus Wer Idstein besucht, taucht ein in eine andere Zeit: Die Altstadt ist dicht gepflastert mit Fachwerkhäusern, manche davon fast 500 Jahre alt. Am besten beginnt man auf dem König-Adolf-Platz – dort stehen das prächtige Rathaus und der Hexenturm. Letzterer kann bestiegen werden, von oben reicht der Blick bis in den Taunus. Die kleinen Gassen drumherum laden zum Schlendern ein, besonders im Sommer, wenn Cafés ihre Tische herausstellen. Ein echter Geheimtipp für alle, die alte Städte lieben. Zu erreichen mit der S2 Richtung Niedernhausen oder der Regionalbahn. Weinheim an der Bergstraße Die badische Kleinstadt liegt idyllisch am Rand des Odenwalds – und vereint Natur und Altstadt-Flair. Zwei Burgen thronen über der Stadt: die Windeck und die Wachenburg, beide per Fußweg erreichbar und mit Aussicht belohnt. Unten im Ort begeistert der Marktplatz mit seinen mediterranen Farben, rundherum blühen Gärten und Parks. Der Exotenwald – ein botanischer Park mit Mammutbäumen – ist ideal für alle, die mal zwischen Riesen spazieren wollen. Seligenstadt Fachwerk, Fachwerk, Fachwerk – und ein Kloster mit Garten direkt am Main: Seligenstadt hat nur rund 20.000 Einwohner, punktet aber mit Postkarten-Idylle. Die Stadt gehört zu den ältesten Orten Hessens und hat ihren historischen Kern bewahrt wie kaum eine andere. Viele Veranstaltungen, wie der Fastnachtszug oder Märkte, finden in diesem historischen Fachwerk-Umfeld statt. Einkehren lässt sich in einige schöne Gaststätten mit historischem Flair. Im Klostercafé blickt man neben der Einhardbasilika auch auf die ehemalige Benediktiner-Abtei und zahlreiche Blüten. Vom Frankfurter Hauptbahnhof aus kommt man in etwa 40 Minuten mit der Regionalbahn nach Seligenstadt. Die RE85 verbindet Frankfurt und Seligenstadt ohne Umstieg.

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