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Venezuela: So reagiert die MAGA-Basis auf Trumps Coup

An der Basis erhält der US-Präsident zunächst Zustimmung für die Gefangennahme Nicolás Maduros. Doch das könnte sich laut Experten auch schnell ändern. Die von US-Präsident Donald Trump veranlasste Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro spaltet die politische Landschaft in den USA . So begrüßen Trumps Anhänger die Aktion überwiegend, obwohl sie seinem Versprechen widerspricht, die USA aus ausländischen Konflikten herauszuhalten. Politische Beobachter warnen jedoch, die Unterstützung könne schwinden, sollte sich die Operation in die Länge ziehen und an frühere Militärinterventionen erinnern. Die Einschätzungen beruhen auf Reuters-Interviews und Stellungnahmen vom Wochenende. Die meisten republikanischen Verbündeten Trumps sowie einflussreiche konservative Stimmen stellten sich hinter den Präsidenten. Steve Bannon, ein ehemaliger Berater Trumps, bezeichnete die Aktion als "kühn und brillant". Die Trump-Regierung bemüht sich, die Operation als Strafverfolgungsmaßnahme darzustellen. Gegen Maduro liegt in den USA eine Anklage wegen Drogendelikten vor. Einige Unterstützer argumentierten zudem, die USA müssten die riesigen Ölreserven Venezuelas sichern, damit diese nicht in die Hände von Gegnern wie dem Iran , China oder Russland fallen. MTG: "Abkehr von America first-Politik" Kritik kam von den Demokraten, aber auch von prominenten Trump-Unterstützern. Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, warnte, Trump riskiere, die USA "in einen weiteren kostspieligen ausländischen Krieg" zu ziehen. Die republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene, eine langjährige Trump-Anhängerin, nannte die Aktion eine Abkehr von Trumps "America First"-Politik. "Dies ist dasselbe Washingtoner Drehbuch, das wir so satthaben und das dem amerikanischen Volk nicht dient", sagte sie am Sonntag im Sender NBC. Politik-Experten zufolge stimmt die Trump-Basis der Aktion derzeit vor allem zu, weil sie als schneller und risikoarmer Erfolg wahrgenommen wird. Sollte die Intervention jedoch scheitern oder sich zu einem langwierigen Einsatz entwickeln, könnte sie für Trump und die Republikaner bei den bevorstehenden Zwischenwahlen im November zu einer Belastung werden. Einige Beobachter sehen in dem Vorgehen einen "Lackmustest" dafür, ob die "Make America Great Again"-Bewegung (MAGA) einer festen Ideologie folgt oder sich schlicht nach Trump richtet. Die Militäraktion findet zu einer Zeit statt, in der die Zustimmungswerte für den Präsidenten gesunken sind.

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