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Olaf Scholz' Wohnung: Millionen für Schutz – Polizei reduziert Bewachung

Millionen an Steuergeldern flossen in die Überwachung der leer stehenden Hamburger Wohnung von Altkanzler Olaf Scholz. Nun wurden die Maßnahmen wohl zurückgefahren. Die Polizei hat den Schutz der mittlerweile unbewohnten Altbauwohnung von Altkanzler Olaf Scholz im Hamburger Stadtteil Altona offenbar deutlich reduziert. Zwar wurde erst vor kurzer Zeit ein Wachhäuschen vor dem Gebäude für rund 112.000 Euro installiert, doch der Container ist seit etwa Dezember offenbar meist unbesetzt. Ebenso würden Polizeistreifen sich immer seltener blicken lassen, berichten Anwohner dem "Hamburger Abendblatt". Eine offizielle Bestätigung der Polizei zu den reduzierten Maßnahmen gibt es derweil nicht. Millionen für leer stehende Scholz-Wohnung Die Bewachung der Wohnung hatte jedoch zuletzt in der Öffentlichkeit wieder eine hitzige Debatte ausgelöst. Laut dem NDR fielen allein im vergangenen Jahr mehr als 28.000 Personalstunden für den Polizeischutz der Wohnung an. Schätzungen gehen dabei von Kosten von bis zu zwei Millionen Euro aus. Hochgerechnet auf die Zeit nach Scholz’ Umzug im Jahr 2018 nach Potsdam könnten sich die Gesamtkosten der Überwachung mittlerweile auf über zehn Millionen Euro summiert haben – und das, obwohl die Wohnung laut lokalen Medienberichten nur selten genutzt wurde. Angriff auf Venezuela : Alle Entwicklungen im Newsblog Steinmeier muss Schloss Bellevue verlassen: 220 Mitarbeiter betroffen Der Bund der Steuerzahler Hamburg kritisiert den Umgang mit der Scholz-Wohnung in einer Pressemitteilung deutlich. Dabei moniert der Landesvorsitzende für Hamburg, Sascha Mummenhoff, vor allem, dass der vorliegende Sachverhalt kaum vermittelbar sei: "Wie will man Hamburgerinnen und Hamburgern, die verzweifelt eine Wohnung suchen, erklären, dass in Altona eine Wohnung dauerhaft bewacht wird, obwohl sie nach Medienberichten nur selten genutzt wird? Und wie soll man vermitteln, dass rund um die Uhr Polizeikräfte dort gebunden sind, die man an anderen Brennpunkten der Stadt dringend bräuchte?" Mummenhoff räumt derweil ein, dass – sollten sich die Berichte über die Reduzierung der Maßnahmen bestätigen – es sich dabei zweifelsfrei um eine positive Entwicklung handeln würde, zählt jedoch zugleich den Altkanzler an: "Olaf Scholz hätte diese Posse allerdings längst selbst beenden müssen. Dass sie jahrelang weiterlief, zeigt, wie sehr ihm hier Maß und Mitte verloren gegangen sind." Der Steuerzahlerbund verlangt von der Innenbehörde, Klarheit zu schaffen: Sie solle mitteilen, in welchem Umfang der Schutz noch besteht und welche Ausgaben dafür anfallen. Die Polizei hingegen hält sich bedeckt und verweist darauf, dass öffentliche Angaben zu Sicherheitskonzepten deren Wirksamkeit gefährden würden.

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