Eintracht Frankfurt: Vier Kandidaten für die Toppmöller-Nachfolge
Nach der Trennung von Dino Toppmöller übernimmt vorerst ein Duo aus dem Klub. Doch es gibt spannende Optionen, wie es weitergehen könnte. Am Sonntagmittag machte Eintracht Frankfurt das offiziell, was viele Bundesliga-Experten erwartet hatten: Dino Toppmöller ist nicht mehr Trainer der SGE. Die defensiven Probleme und die fehlende spielerische Entwicklung hätten den Vorstand zum Entschluss gebracht, "dass wir einen neuen sportlichen Impuls brauchen", wird Sportchef Markus Krösche in der Klubmitteilung zitiert. Ex-Torjäger übernimmt: Eintracht Frankfurt trennt sich von Trainer Toppmöller Die Vorgabe an den neuen Cheftrainer ist klar: Die Eintracht soll dynamischen, aggressiven und kompakten Fußball zeigen. Diesen Vorgaben sei man in der laufenden Saison "nur unzureichend gerecht geworden". Doch wer könnte übernehmen? Vier Kandidaten in der Übersicht. Xabi Alonso (letzter Verein: Real Madrid) Die "Bild"-Zeitung berichtete am Sonntag von einem "spektakulären Gerücht", sie bringt nämlich Xabi Alonso als Kandidaten in Frankfurt ins Gespräch. Alonso kennt die Bundesliga aus seiner Zeit bei Bayer Leverkusen (2022 bis 2025) bestens. Mit der Werkself ließ er genau den Fußball spielen, den Frankfurt-Boss Krösche sehen will. Aber kann das wirklich klappen? Einerseits hätte damals auch niemand damit gerechnet, dass Alonso Leverkusen trainieren würde. Andererseits kam er damals als junger, unerfahrener Trainer zu Bayer. Dass er als deutscher Meister, Pokalsieger und Ex-Trainer von Real Madrid aber tatsächlich den Schritt an den Main gehen wird, scheint eher unwahrscheinlich. Zumal Alonso durchaus auf einen Job bei einem anderen Ex-Klub schielen könnte. Denn in Liverpool ist Trainer Arne Slot in einer bisher holprigen Saison auch nicht unumstritten. Marco Rose (letzter Verein: RB Leipzig) Als Marco Rose im März 2025 bei RB Leipzig entlassen wurde, war die Situation ähnlich wie in Frankfurt. Der Klub drohte, den internationalen Wettbewerb zu verpassen, und spielte die schlechteste Champions-League-Gruppenphase der Geschichte. Was den Frankfurt-Fans Sorgen bereiten könnte, sind die Aussagen von RB-Boss Oliver Mintzlaff zur Entlassung von Rose: "Wenn du das Gespür hast, dass die Spieler nicht besser werden, dass wir keine klare Spielphilosophie auf den Platz bringen, dann musst du so eine Entscheidung treffen." Doch Rose hat auch bewiesen, dass er eine Mannschaft in die Champions League führen kann, als er in der Saison 2019/20 mit Borussia Mönchengladbach auf Rang vier landete. In der darauffolgenden Königsklassen-Saison zog das Team sogar ins Achtelfinale ein. Der 49-Jährige kennt die Bundesliga nach seinen Stationen in Gladbach, Dortmund und Leipzig gut und könnte in der heiklen Phase sofort helfen. Oliver Glasner (aktueller Verein: Crystal Palace) Kehrt der Frankfurter Erfolgstrainer zurück? Mit Oliver Glasner erlebte Eintracht Frankfurt eine der erfolgreichsten Phasen seiner Vereinsgeschichte. Die Eintracht gewann 2022 die Europa League und zog 2023 ins DFB-Pokalfinale ein, was jedoch gegen RB Leipzig verloren wurde. Bekannt ist, dass Glasner seinen bisherigen Klub Crystal Palace im Sommer verlassen wird. Nachdem er am Samstag die Klub-Bosse öffentlich kritisiert hatte, gilt auch ein vorzeitiger Abschied nicht mehr als ausgeschlossen. "Herz zweimal in einem Jahr herausgerissen": Ex-Bundesliga-Trainer Glasner attackiert Vereinsführung Das größte Problem ist jedoch, dass Glasner und Krösche nicht im Guten auseinandergegangen sind. Der Trainer beschwerte sich öffentlich über die Qualität und Quantität des Kaders, während der Sportvorstand die sportlich ausbleibende Entwicklung kritisierte. Edin Terzić (letzter Verein: Borussia Dortmund) Der Name des ehemaligen Dortmund-Trainers geisterte bereits immer wieder herum, wenn ein Bundesliga-Klub einen neuen Trainer suchte. Wie "fußballtransfers.com" schon kurz vor Weihnachten berichtete, sei Edin Terzić einer der Kandidaten für eine mögliche Nachfolge bei der Eintracht gewesen. Unklar ist jedoch, ob er sich diesen Job überhaupt vorstellen könnte. Den BVB führte Terzić in der Saison 2023/24 als überhaupt erst Dritter BVB-Trainer ins Champions-League-Finale, das jedoch am Ende mit 0:2 gegen Real Madrid verloren wurde. Doch während seiner Amtszeit beim BVB stand er vor allem wegen einer eher bedachten und defensiven Spielweise in der Kritik – offensive Glanzpunkte konnte das Team häufig setzen. "Ich habe mich in meiner Ehre gekränkt gefühlt, so in diesem Trikot auf dem Platz zu stehen. So unterwürfig, so fußballerisch unterlegen", beschwerte sich beispielsweise Mats Hummels in einem "Sport Bild"-Interview über die Herangehensweise. In Topspielen hätte sich das Team "mit elf Mann am Sechzehner" barrikadiert. Zuletzt wurde der 43-Jährige auch bei Borussia Mönchengladbach, Juventus Turin und der AS Monaco gehandelt, doch alle Klubs entschieden sich für einen anderen Übungsleiter. Aktuell ist der ehemalige BVB-Trainer als Experte für RTL tätig.