Künzelsau: Hochzeitskorso mit Leuchtfackel – Polizei blamiert Bräutigam
In Baden-Württemberg durchkreuzt die Polizei die Pläne eines Hochzeitspaars. Für Braut und Bräutigam wird es zum unvergesslichen Tag – nur nicht so, wie sich die beiden das wohl vorgestellt hatten. Die Polizei hat im baden-württembergischen Hohenlohekreis einen Hochzeitskorso gestoppt. Wie die Beamten am Montag mitteilten, hielten sie am Wochenende sieben Fahrzeuge eines Korsos an. Besonders unangenehme Folgen hatte die Kontrolle demnach für den Bräutigam. Den Beamten zufolge war der Korso am Samstag gegen 15 Uhr zunächst auf der Kreisstraße 2576 aufgefallen. Bei Übrigshausen bogen die Autofahrer auf die Bundesstraße 19 ab. Laut Zeugen sollen sie dabei in Schlangenlinien gefahren sein und mehrere entgegenkommende Verkehrsteilnehmer gefährdet haben. Sexualmorde in Bayern : Polizei prüft Zusammenhang Zwei Tote: Schüsse in Kleinstadt bei deutscher Grenze Zudem brannte der Fahrer eines Autos laut Polizei Pyrotechnik ab. Seine Leuchtfackel habe er anschließend auf die Fahrbahn der Bundesstraße geworfen. Hochzeitkorso: Bräutigam kassiert Anzeige In Künzelsau beendete die Polizei das Treiben: Zwei Streifen des Polizeipräsidiums Aalen baten zur Kontrolle. "Der Bräutigam hatte sich diesen Tag vermutlich anders vorgestellt", heißt es in der Mitteilung der Polizei. Der Mann sei nämlich nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis gewesen. "Er musste den Fahrersitz räumen und durfte danach irgendwo hinten einsteigen", sagte eine Polizeisprecherin t-online auf Nachfrage. Der Bräutigam kassierte eine Anzeige – und muss jetzt mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder mit einer Geldstrafe rechnen. Eines der Fahrzeuge im Korso wies laut Polizei außerdem erhebliche Mängel auf, sodass die Beamten einen Mängelbericht ausstellten. Alle Teilnehmer des Korsos erhielten zudem eine Standpauke – sie mussten sich einem "verkehrserzieherischen Gespräch stellen", wie die Polizeisprecherin t-online sagte.