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FC Bayern: Horrorszenario wird Realität – Klub sperrt eigene Fans aus

Der FC Bayern muss sein Champions-League-Heimspiel vor einer komplett leeren Fankurve spielen. Es droht eine gespenstische Kulisse. Man stelle sich vor, der FC Bayern feiert seinen 250. Sieg im Europapokal der Landesmeister, der heutigen Champions League , und keiner geht hin. Zumindest so ähnlich könnte es am Mittwochabend kommen, wenn der deutsche Rekordmeister in der Königsklasse den belgischen Meister Union Saint-Gilloise in der Münchner Arena empfängt (ab 21 Uhr im Liveticker bei t-online). Dabei werden die Bayern nämlich auf ausnahmslos alle Fans im Unterrang der Südkurve verzichten müssen. Der komplette Stehplatzbereich und damit insgesamt 9.336 Plätze werden leer bleiben. Bayern-Star ist zurück: Jetzt hat Kompany das Problem, das er unbedingt wollte "Das ist ungeheuerlich": Klinsmann hat klare Meinung zu Karls WM-Nominierung Nach t-online-Bericht: Dreesen-Drohung wird Realität Wie t-online bereits am 5. Januar vorab exklusiv berichtete, drohte Bayerns Vorstandschef Jan-Christian Dreesen bei einem Fanclubbesuch mit genau diesem Szenario . "Wir werden die Blöcke 111 bis 114 sperren müssen. Aber wir sind echt am Überlegen, ob wir die komplette Südkurve sperren. Das haben wir auch schon diskutiert, aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen", sagte er. Jetzt wird genau dieses Horrorszenario aus Sicht der Bayern-Fans am Mittwochabend Realität. Den Münchnern droht damit zwar kein komplettes Geisterspiel ohne Zuschauer, aber aufgrund der leeren Fankurve in jedem Fall eine seltsame und wohl auch ein wenig gespenstische Atmosphäre. "Es ist natürlich schade. Gerade, wenn man sieht, wie viele Erfolge der FC Bayern in den vergangenen Jahren zu Hause in der Champions League hatte. Dann muss man das schon auch mit dieser Unterstützung zusammenbringen, die wir zu Hause bekommen", sagte Chefcoach Vincent Kompany bei seiner Abschlusspressekonferenz am Dienstagnachmittag. "Okay, morgen ist das nicht der Fall. Wir haben trotzdem noch fast 70.000 Fans, die da sind und voll motiviert sind." Kompany weiter: "Aber natürlich hoffe ich, dass das nicht oft passiert und wir die Fans einfach da haben, weil sie wichtig sind für uns." Darum sperrt Bayern seine Fans freiwillig aus Hintergrund ist eine Entscheidung der Uefa-Disziplinarkommission, die den FC Bayern nach den Pyrotechnik-Vorfällen im Spiel gegen Sporting Lissabon (3:1) am 9. Dezember mit einer Geldstrafe von 50.000 Euro belegte und die Sperrung der Blöcke 111 bis 114 im Unterrang der Südkurve verhängte. Eine komplette Tribünensperrung blieb dem Verein damit eigentlich zunächst erspart. Aus technischen Gründen sieht sich der Klub nun aber selbst dazu veranlasst, fast doppelt so viele Fans auszusperren. "Da bei Heimspielen des FC Bayern im Unterrang der Südkurve keine blockweise Ticketvergabe erfolgt und alle 9.336 Tickets für die Blöcke 109 bis 117 gültig sind, ist es dem Klub technisch nicht möglich, ausschließlich die 4.800 Tickets für die Blöcke 111 bis 114 gezielt zu stornieren", hieß es in der entsprechenden Mitteilung, die der Klub am 8. Januar verschickte . Deshalb wurden alle Tickets für diesen Bereich komplett storniert. Der Eintrittspreis wird an die Käuferinnen und Käufer zurückerstattet. Auf die Unterstützung ihrer Ultra-Fans müssen die Bayern nun verzichten. "Hoffen wir, dass es bei diesem einen Spiel bleibt und sie uns im nächsten Spiel wieder unterstützen können", sagte Mittelfeldakteur Aleksandar Pavlović. "Wir müssen morgen einfach unser Spiel spielen." Dabei könnten die Münchner mit ihrem Jubiläumssieg einen wichtigen Schritt Richtung in der Champions League machen. Denn damit wäre ihnen ein Platz unter den ersten Acht und damit der direkte Einzug ins Achtelfinale bereits einen Spieltag vor dem Ende der Ligaphase quasi sicher.

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