Prinz Harry sagt vor Gericht aus: Ex-Royal wird als Zeuge emotional
Im Prozess gegen britische Boulevardmedien sitzt Prinz Harry im Zeugenstand. Er berichtet von "bösartigen und anhaltenden Angriffen". Prinz Harry hat Boulevardmedien vorgeworfen, das Leben seiner Frau Meghan "zur Qual" gemacht zu haben. Das Vorgehen der von ihm verklagten Zeitungen sei "schrecklich" gewesen, sagte der 41-Jährige am Mittwoch in einem von ihm und anderen Prominenten angestrengten Prozess gegen den Boulevardzeitungsverlag ANL in London. Der jüngste Sohn von König Charles III. zeigte sich bei seiner Aussage sehr bewegt und den Tränen nahe. Dem Boulevardverlag ANL wird in dem Prozess illegale Informationsbeschaffung vorgeworfen. Zu den Klägern gehören neben Prinz Harry unter anderem Popstar Elton John und dessen Ehemann David Furnish sowie die Schauspielerinnen Elizabeth Hurley und Sadie Frost. Prinz Harry erschien im dunklen Anzug und mit gestreifter Krawatte vor Gericht und leistete vor seiner Aussage einen Eid auf die Bibel. Unmittelbar zuvor ließ er eine schriftliche Aussage verbreiten, in der er auch an seine traumatischen Kindheitserlebnisse erinnerte: "Seit dem Tod meiner Mutter 1997, als ich zwölf Jahre alt war, und angesichts der Art und Weise, wie die Presse sie behandelte, hatte ich immer ein schwieriges Verhältnis zu den Medien." Tochter hielt Moment fest: Herzogin Meghan teilt intimes Video mit Prinz Harry Ihr Vater ist schwer krank: Herzogin Meghans Team attackiert die Presse Auch die Berichterstattung über sein Liebesleben wurde zum Thema. Schon immer sei das Interesse daran riesig gewesen. Seine Ex-Partnerin Chelsy Davy habe sich von der Presse "gejagt" gefühlt. "Das Verhalten der Presse und ihre Behandlung von Chelsy waren nicht normal. Ich hatte wirklich Angst, dass etwas Schlimmes passieren würde", so Prinz Harry. Als Mitglied der königlichen Familie habe er sich lange an deren Devise "Niemals beschweren, niemals erklären" gehalten, führte der 41-Jährige aus. Seine Haltung zu den Medien habe sich erst geändert, als er seine heutige Ehefrau kennengelernt hatte. "Ende 2016, als meine Beziehung zu Meghan, meiner heutigen Frau, öffentlich wurde, begann ich es zunehmend nicht richtig zu finden, nicht gegen die Presse vorzugehen angesichts der bösartigen und anhaltenden Angriffe, Belästigungen und aufdringlichen, teils rassistischen Artikel über Meghan." Nach der Geburt seines ersten Sohnes habe sich die Situation sogar noch verschlimmert. Der Prinz und die übrigen Kläger werfen dem Verlag ANL unter anderem vor, Privatdetektive angeheuert zu haben, um Autos und Wohnungen zu verwanzen sowie illegal private Telefongespräche abzuhören. Zudem hätten die Detektive falsche Identitäten angegeben, um an medizinische Unterlagen zu gelangen. Die Taten sollen zwischen 1993 und 2018 begangen worden sein.