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Zwei unterschiedliche Halbzeiten beim 1:1 in Nürnberg

Es war ein sehr intensives Fußballspiel vor 26.170 Zuschauern (darunter ca. 900 Fans aus Münster) im Nürnberger Max-Morlock-Stadion, mit zwei ganz unterschiedlichen Halbzeiten. Sehr glücklich ging es angesichts eines deutlichen Chancenplus des Gegners aus Preußensicht mit einem 0:0 in die Pause. Im zweiten Durchgang machten die Adlerträger dann vieles besser, glichen einen Rückstand aus und kamen selbst zu einigen aussichtsreichen Möglichkeiten.

„Mit sehr viel Glück sind wir ohne Gegentor in die Halbzeit gegangen. Unser Spiel mit dem Ball ist nicht an unsere gewöhnliche Qualität herankommen. Wir haben Fehler gemacht, die Nürnberg zu Chancen gebracht haben. In der zweiten Halbzeit sind wir dafür auch bestraft worden, aber diese Mannschaft hat Charakter gezeigt und sich reingefightet. Nach dem 1:1 war es offen, ich hatte das Gefühl, dass für beide Seiten was drin war. Der Punkt ist glücklich, aber heute nehme ich den sehr gerne mit“, fasste Coach Alex Ende die Partie zusammen.

Die Partie begann extrem temporeich mit einigen Großchancen – vor allem auf Nürnberger Seite. Mohamed Zoma scheiterte nach einem Aufbaufehler an Schenk (2.), nur Sekunden später Rafael Lubach am Innenpfosten (3.). Im Strafraum machte nach fünf Zeigerumdrehungen Etienne Amenyido einen schönen Haken, sein Abschluss wurde jedoch geblockt und kam somit gar nicht erst aufs Tor von FCN-Schlussmann Jan Reichert. Wiederum nur Sekunden später musste Janis Heuer auf der Linie retten (6.). Es war eine intensive Anfangsviertelstunde, in der die sonst so zweikampfstarken Adlerträger nur 40 Prozent ihrer Zweikämpfe gewinnen konnten. Langsam beruhigte sich die Szenerie etwas, Marvin Schulz meldete die Preußen mit einem sehenswerten Schuss, der knapp über die Latte ging, zurück (26.). Die Hausherren blieben gefährlich, während die Münsteraner es zu selten schafften, für Entlastung zu sorgen.

Für den zweiten Durchgang brachte Coach Alex Ende mit Marco Meyerhöfer und Imad Rondic zwei frische Kräfte. Dafür mussten Schulz und Jannis Heuer weichen. Heuer fehlt nach seiner fünften gelben Karte auch im nächsten Spiel. Zehn Minuten waren in Halbzeit zwei gespielt, als die Nürnberger Torhymne ertönte. Im Spielaufbau verloren die Preußen am eigenen Sechzehner den Ball, der vor den Füßen von Zoma landete, der ins lange Ecke zur Führung einnetzte. Dier SCP hatte Probleme mit dem spielstarken Gegner, fand aber nach 63 Minuten die passende Antwort, als Jorrit Hendrix und Mikkel Kirkeskov einen cleveren Angriff nach vorne trugen und der Kapitän zum 1:1 ausglich. Es war der erste Torschuss auf das gegnerische Gehäuse, doch es folgten weitere, weil die Adlerträger jetzt mittendrin waren in dieser Partie. Mit der Einwechslung von Yamada stand dann auch der zweite Neuzugang auf dem Feld (73.), auf dem sich die Gäste wenig später fast die Führung erspielten. Erneut war es Hendrix, der zum Abschluss kam, jedoch parierte FCN-Schlussmann Jan Reichert stark (75.). Weil sowohl Meyerhöfers Distanzschuss (82.) als auch Rondics Kopfball (83.) nicht präzise in Richtung Tor kamen, blieb es bei der Punkteteilung.

Spieldaten

Aufstellung FCN: Reichert – Janisch, Gruber, Lochoshvilli, Yilmaz – Markhiev – Becker (Baack, 85.), Lubach – Justvan (Nzingoula, 72.) – Zoma (Biron, 85.), Scobel (Grimaldi, 85.)

Aufstellung SCP: Schenk – Ter Horst, Jaeckel, Heuer (Meyerhöfer, 46.), Kirkeskov – Benger (Makridis, 88.) – Sertdemir (Paetow, 73.), Hendrix – Schulz (Rondic, 46.) – Amenyido (Yamada, 73.), Batista Meier

Tore: 1:0 Zoma (56.) 1:1 Hendrix (63.)

Gelbe Karten: Gruber, Markhiev / Sertdemir, Heuer, Hendrix, Rondic 

Schiedsrichter: Felix Prigan

Zuschauer: 26.170

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